Indien: "Klimawandel schuld an Dürre"

Der indische Wissenschaftsminister Harsh Vardhan gibt dem Klimawandel die Schuld an der Dürre, die in seinem Land von Ende April bis Ende Mai fast 2.200 Menschen das Leben gekostet hat. Die Hitzewelle hatte für Temperaturen um die 45 Grad Celsius gesorgt.

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Indien ächzt unter der Dürre. (Foto: Nick Reimer)

"Es ist nicht einfach ein weiterer ungewöhnlich heißer Sommer – es ist der Klimawandel", sagte Vardhan laut dem Online-Portal RTCC. "Wir sollten uns nichts vormachen, indem wir sagen, es gibt keine Verbindung zwischen der ungewöhnlich hohen Zahl an Toten durch die anhaltende Hitzewelle und der Tatsache eines zum wiederholten Mal gestörten Monsuns."

Die Monsunzeit, die im Süden Indiens üblicherweise Anfang Juni beginnt, hat sich in diesem Jahr um vier Tage verspätet. Der indische Sommermonsun gehört Klimawissenschaftlern zufolge zu den sogenannten Kipp-Elementen im Klimasystem. Durch eine Veränderung des Klimas sowie starke Luftverschmutzung könnte es künftig zu stark schwankenden Monsunereignissen in ganz Südasien kommen – mit Dürren oder Überflutungen als Folge. Wenn ein Kippelement "umgekippt" ist, kann dadurch ein anderes wichtiges Element des Klimasystems negativ beeinflusst werden – die Folge wäre ein beschleunigter Klimawandel.

klimaretter.info/bra

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