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Seattle will Obolus von Biomüll-Sündern

In der US-amerikanischen Stadt Seattle soll bald Strafe zahlen, wer seinen Müll nicht in die richtige Tonne sortiert. Konkret geht es um Bioabfälle. Um zu verhindern, dass sie im Restmüll landen und bei ihrer Zersetzung auf der Mülldeponie das Klimagas Methan freisetzen, will die Stadt nach Informationen des US-Portals Climate Central Fehleinwürfe mit einer Strafgebühr belegen. Mit einem Dollar pro falsch gefüllter Abfalltonne handelt es sich aber lediglich um einen kleinen Anreiz, den Biomüll in die richtige Tonne zu werfen.

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In der Metropolregion Seattle im Nordwesten der USA leben rund drei Millionen Menschen. (Foto:
Kazamm/Wikimedia Commons)

Auf Mülldeponien verrottet Biomüll oft unter Luftabschluss. Dabei entsteht in den Zersetzungsprozessen Methan, das 21-mal so treibhausgaswirksam ist wie Kohlendioxid. Wird der Abfall hingegen richtig kompostiert, kommt genügend Sauerstoff an das organische Material. Zwar besitzt Seattle seit 1989 eine eigene Kompostieranlage, auf die seit 2009 auch Essensreste gebracht werden. Noch immer aber landet nur etwa die Hälfte des Biomülls in der Kompostierung.

Nach Schätzungen der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA stammen zwei Prozent der Treibhausgasemissionen des Landes aus Abfällen. Wiederum ein Großteil hiervon ist Methan aus Mülldeponien. Beim Bioabfall anzusetzen ist hier ein wichtiger Hebel, denn 40 Prozent der Lebensmittel in den USA landen im Müll, der allergrößte Teil davon auf Mülldeponien.

klimaretter.info/em

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