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Jahrhundertdürre lähmt Kalifornien

An der Westküste der USA herrscht die schlimmste Trockenheit seit Jahrzehnten. Mittlerweile sprechen auch Behörden von einer Rekord-Dürre. Dramatische Folge des Extremwetters sind unzählige Waldbrände und eine sich verschärfende Wasserkrise.

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Die Wasserreserven werden in Kalifornien langsam knapp. Forscher kritisieren schon lange die ungenügenden Maßnahmen gegen die Wasserverschwendung. (Foto: Don DeBold/Flickr)

Nach Angaben der lokalen Behörden wurden seit Januar allein in Kalifornien rund 5.000 Waldbrände gezählt. Rund 350 Quadratkilometer Land sind bereits zerstört. Allein in den letzten beiden Wochen wurden 150 Waldbrände gemeldet, laut Medienberichten mussten 3.000 Menschen evakuiert werden.

In Kalifornien herrscht aufgrund der Dürre bereits seit Monaten der Ausnahmezustand. Da zunehmend auch das Trinkwasser knapp wird, hat Gouverneur Jerry Brown mittlerweile eine Verordnung für ein effizienteres Wassermanagement in den Kommunen erlassen. Die Bevölkerung wurde schon im August dazu aufgerufen, ihren Wasserverbrauch um mindestens 20 Prozent zu reduzieren.

2014 ist schon das dritte Dürrejahr in Folge in der Region. Richard Frank von der University of California erklärte auf dem Portal California Drought Watch, dass die Forscher die Dürre als eine direkte Folge des Klimawandels ansehen. Man müsse nun damit rechnen, dass diese Wetterextreme zum Normalzustand werden, so Frank. Der Professor für Umweltwissenschaften kritisierte auch das Wassermanagement der kalifornischen Behörden. Es müsse eine genaue Datengrundlage geben, wer wie viel Wasser nutze – anders könnten nachhaltige Wassersparmaßnahmen nicht durchgesetzt werden.

Die Dürre hat für Kalifornien auch enorme wirtschaftliche Folgen: Auf den Staat kommen Kosten von rund 2,2 Milliarden US-Dollar zu, so eine Studie zu den Folgekosten der Dürre. Zudem wurden 17.000 Angestellte in landwirtschaftlichen Betrieben entlassen.

klimaretter.info/sg

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