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Fracking: Exxon Mobil angeklagt

Eine Tochtergesellschaft des Mineralölkonzerns Exxon Mobil muss sich in den USA vor Gericht dafür verantworten, Millionen Liter Wasser, das beim Fracking entstanden ist, illegal entsorgt und damit Grundwasser verschmutzt zu haben. XTO Energy soll an einer Förderstätte in Pennsylvania knapp 216.000 Liter verschmutztes Wasser verschüttet haben, berichtet das US-Blog Think Progress.

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Fracking boomt vor allem in den USA. Doch es gibt auch immer mehr Widerstand, weil Brunnen kontaminiert sind und die Grundstückspreise fallen. (Foto: Les Stone/Greenpeace)

Der Generalstaatsanwalt hatte schon im September Anklage gegen XTO erhoben. Das Unternehmen stritt die Tat ab und argumentierte, dass es keinen "langfristigen Umwelteinfluss" gebe. Nun hat der zuständige Richter die strafrechtliche Anklage in acht Punkten zugelassen. 

Die Fracking-Technologie zur Förderung von unkonventionellem Gas ist umstritten. Umweltschützer weisen auf die Risiken für Grundwasser, Böden, die Gesundheit und den hohen Treibhausgas-Ausstoß hin. Beim Hydraulic Fracturing oder kurz Fracking wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Sand, Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um im Gestein eingeschlossenes Gas zu fördern. In Pennsylvania ist es Ärzten untersagt, öffentlich über die Chemikalien zu informieren, die beim Fracking zum Einsatz kommen.

Trotz aller Bedenken boomt die Erdgasföderung in den USA. Allerdings wächst auch der Widerstand bei den immer zahlreicher werdenden Betroffenen. Beschwerden und Prozesse wegen Trinkwasserverseuchung und Gebäudeschäden nehmen zu, während der Wert von Häusern und Grundstücken sinkt. 

klimaretter.info/lkm

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