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Grönland will Uran abbauen

Nach der Aufhebung des Verbots zum Uranabbau könnte Grönland zu einem der weltweit größten Uran-Exporteure aufsteigen.

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Mit der Eisschmelze steigen auch die Möglichkeiten zum Rohstoffabbau. Nicht alle Grönländer finden das so gut wie ihre Regierung. (Foto: Eric Rignot/JPL)

Seit 1988 galt in Grönland ein Verbot zum Abbau von Uran. Doch mit der zunehmenden Unabhängigkeit von Dänemark hat das 56.000-Einwohner-Land am Polarkreis nun auch seine Energie- und Rohstoffpolitik umgestellt. "Wir können nicht mit dieser Arbeitslosigkeit und dem Anstieg der Lebenshaltungskosten leben, während unsere Wirtschaft zum Stillstand kommt", sagte Premierministerin Aleqa Hammond der grönländischen Zeitung Sermitsiaq. "Es ist deshalb notwendig, dass wir jetzt die Null-Toleranz-Politik gegenüber Uran beenden."

Aus Protest gegen die Entscheidung war die links-grüne Inuit-Partei aus der Regierungskoalition ausgetreten und 400 Grönländer hatten protestiert. Nun bahnt sich ein Konflikt mit Dänemark an, das als Musterstaat in Sachen erneuerbare Energien gilt und auf Atomkraft verzichtet – und noch immer ein Drittel des grönländischen Haushalts finanziert. Seit Jahren schmilzt das grönländische Eis infolge des Klimawandels. Das erhöht den Spielraum für den Abbau von Rohstoffen wie Eisenerz und Uran.

klimaretter.info/bra

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