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Klimawandel treibt Eisbär in den Tod

Er muss wochenlang gewandert sein, vom Hunger getrieben, bis er vor Erschöpfung einfach umfiel und verendete: Wie der britische Guardian berichtet, wanderte ein Eisbär 250 Kilometer nach Süden, weil er durch die fortschreitende Eisschmelze keine Nahrung mehr fand.

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Eisbären in der Arktis müssen aufgrund der Eisschmelze immer weitere Wege zurücklegen, um Nahrung zu finden. (Foto: Wilderness Society)

Forscher des Norwegischen Polarinstituts fanden die Überreste des völlig ausgehungerten Eisbären auf der Inselgruppe Spitzbergen. Der Wissenschaftler Ian Stirling hatte den Eisbären noch vor rund einem Jahr untersucht. Da sei er noch putzmunter gewesen, sagte er dem Guardian. Jetzt seien von dem Tier nur noch Haut und Knochen übrig gewesen.

Stirling geht davon aus, dass der Eisbär durch die Eisschmelze in der Arktis gezwungen war, abseits seiner üblichen Jagdgründe nach Nahrung zu suchen. 2012 ging als das Jahr der Rekord-Eisschmelze in die Geschichte ein. "Aufgrund seiner Liegeposition nehmen wir an, dass der Bär genau an der Stelle verhungert ist, an der er entkräftet zu Boden fiel", sagte Stirling. Weil Eisbären sich fast ausschließlich von Robben ernähren, sind sie auf das Eis angewiesen, um an ihre Beute heranzukommen und sie zu erlegen, so der Forscher.

klimaretter.info/ds

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