VW setzt neue Klimaziele
Der Volkswagen-Konzern hat zur Eröffnung des Genfer Automobil-Salons bekanntgegeben, den CO2-Ausstoß der europäischen Neuwagenflotte bis 2020 auf 95 Gramm pro Kilometer zu senken. Der vor einem Jahr am selben Ort angekündigte ökologische Umbau des Konzerns liege "voll im Plan", erklärte der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn. Damit verpflichtet sich der Konzern als erster Automobilhersteller überhaupt zu diesem Ziel. "Das entspricht weniger als vier Litern Verbrauch – über alle Segmente und Fahrzeugklassen hinweg", erklärte Winterkorn.

VW-Chef Winterkorn ist sehr zufrieden mit der neuen Klimastrategie seines Konzerns – und muss nun wohl erst mal keine kritischen Greenpeace-Aktionen mehr befürchten. (Foto: Audi)
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte die Ankündigung: "Das ist ein guter Tag für den Klimaschutz. VW beweist, dass die Autohersteller die ehrgeizigen Klimaziele der EU erreichen können, ohne Rechentricks und Schlupflöcher", sagte Greenpeace-Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck. Greenpeace hatte vor zwei Jahren eine Kampagne gegen den Autokonzern begonnen, weil dessen Neuwagenflotte im Branchenvergleich den größten CO2-Ausstoß verursachte. Lohbeck forderte die Politik auf, nachzuziehen: "Dass VW fortschrittlichere Ziele vertritt als das Bundesumweltministerium, ist peinlich für Minister Altmaier." Die europäischen Minister und das EU-Parlament müssten in den kommenden Wochen das Ziel von 95 Gramm CO2 pro Kilometer durchsetzen, ohne die Gesetzgebung durch Schlupflöcher für die deutsche Autoindustrie abzuschwächen.
klimaretter.info/red
Übrigens: Guter Journalismus kostet...
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto

Die Schlagzeilen um 00 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Kommentar
Billig wird noch teuer kommenDas neue Credo der europäischen Energiepolitik, das die EU auf ihrem morgigen Gipfel beschließen will, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Billig. Der Preis für Energie soll runter (vor allem für die Industrie), damit Europa "wettbewerbsfähiger" wird. Die Billigheimerei Europas wird sich noch rächen.
Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Meinungen: Überraschung der Woche
Heiße Luft, falsche Strafen und unglaubliche AmigosKalenderwoche 20: Die Wiedergeburt der Klima-Kanzlerin ist unglaubwürdig, die deutsche Photovoltaik durch Strafzölle für chinesische Produzenten zu schützen ist falsch. Und was man von einer Amigo-Affäre bei der Bundesnetzagentur hört, ist unglaublich, meint Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]
Aufruf!
Ihr Wunschzettel zur Bundestagswahl
Der Wahlkampf rollt an und wir möchten wissen: Was erhoffen Sie sich für die Bundestagswahl in der Energie- und Klimapolitik? Schreiben Sie uns das in einem Satz (oder Wort). Einiges veröffentlichen wir in unserem Wahl-Dossier ab Juni. Auf gehts! [E-Mail klimaretter.info]
Die Debatte zur Zukunft des EEG Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...] | Umweltzerstörer nach Den Haag! Extreme Umweltzerstörung ist ein Verbrechen gegen das friedliche Zusammenleben. Ein solcher Ökozid soll künftig vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden können. Eine Million Unterschriften sind dafür nötig. [mehr] |
In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus
Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! [hier...]
Philipp Rösler: Des-Informationsoffensive
Das Bundeswirtschaftsministerium ist in der „Informationsoffensive“. Mit folgender Darstellung: „Damit nicht Sie zum Strom kommen müssen, sondern der Strom zu Ihnen“, begründet das FDP-geführte Ministerium im Kleingedruckten seinen Appell an die Steuerzahler. Im dazugehörigen Kino-Spot sieht man dann auch, was[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13



Vor drei Jahren jammerten die Autokonzerne noch, die EU-Kohlendioxid-Grenzwerte seien nicht zu schaffen. Jetzt liegen die tatsächlichen Emissionen weit unter der Zielmarke. Nur in Deutschland nicht. Autos von Daimler, VW und BMW sind weiter Dreckschleudern.
Kritik: Neuwagenflotte des Konzerns verursacht im Branchenvergleich den größten CO2-Ausstoß
Greenpeace stört die schicke Präsentation des neuen VW Golf auf dem Pariser Autosalon
Protest in 31 deutschen Städten am Samstag
Eine neue Greenpeace-Studie untersucht die Herkunft des Stroms von Google, Twitter, Microsoft & Co. Überraschendes Ergebnis: Der Konzern mit dem besten Image ist der größte Klimakiller. Und Google investiert zwar in Ökostrom, das belgische Rechenzentrum hängt aber zu mehr als 50 Prozent am Atomstrom.
Die Umweltorganisation demonstriert heute in 40 Städten gegen die schlechte Klimabilanz der VW-Wagenflotte
Toyota bleibt auch 2010 weltgrößter Autobauer
Sofortige Abschaltung von AKW seitens der Stromkonzerne "ist keine Drohung, sondern eine gute Nachricht", meint Greenpeace und beruft sich dabei auf eine Studie, die zeigt, dass sofortiger Atomausstieg machbar ist
Aktivisten benennen das Bundesumweltministerium in das "Atomministerium" um. Der Protest richtete sich gegen die Erkundung des Salzstocks Gorleben als Atommüllendlager
Dann machen wir das eben selber: Greenpeace-Aktivisten kartieren Baumbestand im Spessart
Interview mit einer Greenpeace-Aktivistin, die an der mehrtägigen Besetzung der Baustelle des Braunkohlekraftwerks Boxberg beteiligt war
Die Laufzeitverlängerungen reißen einen alten gesellschaftlichen Konflikt wieder auf, der mit dem Atomkonsens eigentlich befriedet schien. Ausgetragen wird der Konflikt auf dem Rücken der Polizei, sagt Konrad Freiberg, Chef der Gewerkschaft der Polizei im klimaretter-Interview.
Da hängen sie wieder: Greenpeace hatte sich vom Dach der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz abgeseilt, um Druck auf die Verhandler des Petersberger Dialoges zu machen. klimaretter.info sprach mit Greenpeace-Experte Martin Kaiser über die Erfolgsaussichten, Merkels Rede und die Zwei-Tonnen-Regel.
In internen Papieren äußert das Bundesumweltministerium herbe Kritik am Regierungsgutachten zu künftigen Energieszenarien. Auch Greenpeace und Germanwatch rügen irreführende Vorgehensweise. 

