Dieser Winter: Zu wenig Sonne
Im Winter 2012/2013 wurde in Deutschland eine durchschnittliche Sonnenscheindauer von 96 Stunden gemessen. Das ist ein neuer Negativ-Rekord: Wie der Deutsche Wetterdienst ermittelte, gab es seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen vor 100 Jahren keinen vergleichbar "sonnenarmen" Winter. Auf die vergangenen drei Monate heruntergerechnet entsprach dies durchschnittlich 45 Minuten Sonne pro Tag. Zahlreiche Bundesländer meldeten neue Negativrekorde – allen voran der Kahle Asten im Sauerland mit 43 Stunden. Diese Summe entspricht nur 28 Prozent des dortigen Sollwertes. Auch Neuhaus am Rennsteig in Thüringen erzielte mit 56 Stunden nur 34 Prozent. Der Grund: Hochnebel, Inversionswetterlagen und zu wenig Wind, der Bewegung in die Sache hätte bringen können.

Winter 2012/13: Nur selten gab es Lichtblicke. (Foto: Matthias Rietschel)
Meteorologisch gesehen hat sich der Winter am 1. März verabschiedet. Die durchschnittliche Sonnenscheindauer der Jahre 1961 bis 1990 lag beispielsweise bei 147 Stunden. Zudem registrierten die Meteorologen eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von 210 Litern pro Quadratmeter und eine Durchschnittstemperatur von 0,3 Grad Celsius verzeichnet.
Gemeinsam mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie wertet der Deutsche Wetterdienst in einer Langzeitstudie die Entwicklung der Witterung und Klimaveränderung in Sachsen aus. Für das Jahr 2012 war es – gemessen am langjährigen Mittel – im Durchschnitt etwa ein Grad zu warm. Insgesamt sind die Jahresmitteltemperaturen in den letzten 50 Jahren deutlich angestiegen. Zudem habe es viele Extremwetter-Situationen gegeben, beispielsweise die kurze, aber intensive Kältewelle Anfang Februar 2012 mit Kahlfrost, die extreme Trockenheit im Frühjahr, gehäufte Unwetter im Übergang zum Hochsommer sowie Temperatur- und Hitzerekorde an einzelnen Tagen im April, August und Oktober. Besonders markant sei der Wintereinbruch Ende Oktober mit Schneehöhen bis zu 20 Zentimetern im Tiefland gewesen. Das war Rekord für diese Jahreszeit.
Übrigens: Guter Journalismus kostet...
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto

Die Schlagzeilen um 04 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Kommentar
Die Öko-Energie boomt, aber nicht genugEin neuer UN-Report zeigt: Die Invesitionen in erneuerbare Energien gehen weltweit zurück. Doch der Schein trügt. Weil letztere immer billiger werden, sprießen immer mehr Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen aus dem Boden. Damit die Erneuerbaren aber in näherer Zukunft einen gewichtigen Teil der Energieerzeugung weltweit tragen können, muss der Boom beschleunigt werden. Die Bundesregierung sollte statt auf die Bremse aufs Gaspedal treten.
Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Meinungen: Überraschung der Woche
Volkes Begehren, Brüderle und sehr viel WasserKalenderwoche 24: Nach dem Volksentscheid in Berlin: Die Erwartungen, die in der Öffentlichkeit an den Netzrückkauf bei vielen Menschen geweckt werden, sind nicht umzusetzen, sagt Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]
Ob Stromkosten, EEG-Reform oder Fracking – Energie- und Klima-Themen bestimmen den Wahlkampf mit. Damit Sie den Überblick behalten, begleiten wir Sie bis zur Bundestagswahl mit Kommentaren, Politiker-Interviews und aktuellen Nachrichten. Außerdem gibts ein paar Überraschungen. [hier gehts zum Wahl-Dossier...]
Die Debatte zur Zukunft des EEG Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...] | Fossile Kraftwerke weltweit kartieren Klimaforscher bauen mit Hilfe der Netz- Gemeinde eine globale Datenbank über fossile Kraftwerke auf. Auch für Deutschland fehlen noch Angaben. Wer internationale Kontakte hat oder im Urlaub ein Kraftwerk sieht, ist ebenfalls gefragt. [mehr...] |
In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus
Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! [hier...]
Deutschlands nobelster Autobauer hat gerade eine neue Anzeigenkampagne gestartet. Mit dieser Darstellung: Na? Geht Ihnen eine Energiesparlampe auf? Nein, das abgebildete Ding ist nicht der neue Stern, der Daimlers Benzen vorne auf den Kühlergrill geschraubt wird. Es handelt sich auch[…]
[mehr...]
Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13



Deutscher Wetterdienst: Frühling 2011 voller Extremwetterereignisse
In wenigen Tagen ist Frühlingsanfang, aber Frost und Schneemassen haben Mitteleuropa derzeit fest im Griff. Wo bleibt da eigentlich der Klimawandel? Das fragt klimaretter.info aus gegebenem Anlass den Kieler Meteorologen und Klimaforscher Professor Mojib Latif.
Umweltbundesamt, Technisches Hilfswerk, Deutscher Wetterdienst und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz erläutern in Berlin, wie sie die Deutschen künftig vor den Folgen der Erderwärmung schützen wollen. Dabei wird klar: Es fehlen vor allem Geld und Personal.
Die Übertragungsnetzbetreiber haben sich ihre Reservekapazitäten für den Winter gesichert
Minusgrade im März sprechen nicht gegen die Erderwärmung: Rückkopplung mit der Eisbedeckung von Barents- und Karasee
Das Frühjahr viel zu sommerlich, der Sommer viel zu verregnet, der Herbst viel zu trocken, und insgesamt zu hohe Temperaturen. Auch hierzulande häufen sich die Wetterextreme. Der klimaschutzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Frank Schwabe fordert, Klimaschutz endlich als zentrale politische Herausforderung anzunehmen.
In Großbritannien spielt die Natur verrückt
Landwirtschaft: Zunahme von Extremwettern und Niederschlägen im Herbst und Winter
Eine gute Solarindustrie ist eine "nationale Aufgabe", meint Bundesumweltminister Altmaier und versprich den drei mitteldeutschen Bundesländern Hilfe für ihre kränkelnde Solarwirtschaft
In Sachsen hat ein neues Bündnis gegen den Vattenfall-Tagebau Nochten II seine Arbeit aufgenommen
Unterschriften sollen Solarkürzungen über den Bundesrat verhindern
Deutscher Wetterdienst bietet interaktive Klimasimulation für jedermann
Besonders im Nordosten gab es deutlich zu wenig Niederschlag. Hier regnete es sogar weniger als im extrem trockenen Frühjahr 2011
Deutscher Wetterdienst: Sonnscheindauer 152 Prozent über dem langjährigen Referenzdurchschnitt


