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Shell setzt Arktis-Bohrungen aus

Der niederländisch-britische Ölkonzern Shell will die umstrittenen Bohrungen vor der Küste Alaskas für mindestens ein Jahr aussetzen. Die Pause solle genutzt werden, um "Ausrüstung und Pläne für eine Wiederaufnahme der Arbeiten zu einem späteren Zeitpunkt vorzubereiten", erklärte das Unternehmen. "Wir haben in Alaska einige Fortschritte gemacht, aber dies ist ein Langzeitprojekt, das wir in einer sicheren und angemessenen Weise fortführen", sagte Shell-Präsident Marvin Odum.


Greenpeace protestiert vor der Küste Alaskas gegen Shell-Bohrungen. (Foto: Jiří Řezáč/Greenpeace)

Immer wieder gab es Pannen bei den Ölbohrarbeiten in der Beaufortsee und der Tschuktschensee nordöstlich vor Alaska: Im vergangenen Januar löste sich die Ölbohrinsel "Kulluk" aus ihrer Verankerung und lief auf Grund. Zuvor war das Ölbohrschiff "Noble Discoverer" bei einer technischen Untersuchung der US-Küstenwache durchgefallen. Im September gab es zudem Probleme mit dem Eisbrecher "Arctic Challenger", der im Falle eines Lecks eine Ölpest verhindern soll.

Umweltorganisationen wie Greenpeace hatten die Bohrungen immer wieder kritisiert. Nachdem sich Shell 1997 vorübergehend aus der Region zurückgezogen hatte, sicherte sich der Konzern 2001 wieder Rechte zur Ausbeutung riesiger Unterwassergebiete.

klimaretter.info/red


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