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Schneekanonen: Skifahren trotz Klimawandel

Auf den Skipisten in Europa wird immer mehr Kunstschnee produziert. Allein in den Skigebieten Österreichs sind in diesem Jahr geschätzt 19.000 Schneekanonen im Einsatz. Vor sechs Jahren waren es in allen europäischen Wintersportregionen zusammen nur 3.100. Das meldet die österreichische Zeitung Der Standard.


Wedeln trotz Wandel: Um weiter am Skitourismus verdienen zu können, rüsten die Wintersportgebiete auf. (Foto: Oswald Baumeister/Sammlung GÖF)

Der Klimawandel betrifft die Alpenregion besonders stark. Dort stieg die jährliche Durchschnittstemperatur in den vergangenen 100 Jahren doppelt so sehr wie im globalen Mittel. Die Energiebilanz ist entsprechend: Legt man Zahlen der Regierung in Wien zugrunde, verbrauchen allein die österreichischen Skikanonen pro Saison 250 Millionen Kilowattstunden Strom. Wer Schnee machen will, braucht außerdem große Mengen Wasser. In vielen Schneegebieten wie dem Sudelfeld in den Bayerischen Alpen werden zur Versorgung der Schneekanonen sogar Speicherseen angelegt.

Naturschützer und Klimaaktivisten protestieren seit Jahren gegen den zunehmenden Einsatz von Kunstschnee. Sie kritisieren Ressourcenverschwendung und Probleme für Tier- und Pflanzenarten. Die Liftbetreiber hingegen fürchten Einbußen im Tourismus, wenn die Skipisten nicht optimal beschaffen sind. 

klimaretter.info/scz


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