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Weniger Feinstaub mit großem Aber

Die Luftbelastung durch gesundheitschädlichen Feinstaub ist im vergangenen Jahr in Deutschland zurückgegangen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Umweltbundeamtes (UBA). Die Feinstaub-Konzentration liege auf dem Niveau des Jahres 2008 und damit deutlich unter dem der vergangenen drei Jahre. Doch in Städten würden die Grenzwerte weiterhin häufig überschritten. Vor allem die Belastung mit Stickstoffdioxid ist demnach ein Grund zur Sorge. Mehr als die Hälfte der städtischen Luftmessstationen zeichneten im Jahresdurchschnitt überschrittene Stickstoffdioxid-Werte auf. Die Bundesländer ermitteln die aktuelle Luftqualität derzeit bundesweit an 643 Messstationen.


Glasfaserstreifen mit Feinstaub aus einer Luft-Messstation. (Foto: Magnus Manske/WikimediaCommons)

UBA-Präsident Jochen Flasbarth sagte: "Die neuen Zahlen zur Luftqualität in Deutschland zeigen, dass wir den Ausstoß von Schadstoffen in die Luft unbedingt weiter verringern müssen." Feinstaub und Stickstoffdioxid entstehen durch Autoabgase und Verbrennungsprozesse in der Industrie und in Haushalten. Um bei den Autoabgasen gegenzusteuern, haben rund 60 deutsche Städte sogenannte Umweltzonen eingerichtet. Ihr Nutzen ist jedoch häufig umstritten. Zusätzlich zu den Autoabgasen führt die Zunahme von Kaminöfen vor allem im Winter zu deutlich erhöhten Feinstaubbelastungen.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO neue Untersuchungsergebnisse zu den mit Dieselabgasen verbundenen Gesundheitsrisiken veröffentlicht. Demnach verursachen Dieselabgase Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sind eindeutig krebserregend. Die WHO stuft sie in dieselbe Gefährdungskategorie ein wie Asbest. Durch die Feinstaubbelastungen sterben nach WHO-Untersuchungen in Deutschland jedes Jahr rund 75.000 Menschen vorzeitig. 

klimaretter.info/vana


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