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Niedersachsens Moore schützen

Nach der für Rot-Grün erfolgreichen Wahl in Niedersachsen fordert der Naturschutzbund Nabu, die geschädigten Moore wiederherzustellen und die Großschutzgebiete der "Niedersächsischen Moorlandschaft" auszuweiten. Knapp 40 Prozent der deutschen Moorflächen mit bundesweit rund 18.000 Quadratkilometern lägen in Niedersachsen, erläuterte Nabu-Landesvorsitzender Holger Buschmann am Donnerstag in Oldenburg. Sie seien für die Reduktion von Treibhausgasen und den Schutz seltener Tiere und Pflanzen gleichermaßen wichtig. Die Politik dürfe deshalb nicht länger zulassen, dass der Grundwasserspiegel abgesenkt und Flächen entwässert würden. "Grünland darf nicht umgepflügt, Ackerkulturen wie Mais für Biogasanlagen nicht großflächig angebaut und Wiesen nicht aufgeforstet werden", betonte Buschmann. Deshalb müsse die neue Regierung aus SPD und Grünen in ihren Koalitionsverhandlungen den Moorschutz stärker berücksichtigen als ihre Vorgänger.


Intakte Moorlandschaften sind gut fürs Klima. In Niedersachsen soll es bald noch mehr davon geben. (Foto: Corradox/Wikimedia Commons)

Moorböden speichern gewaltige Mengen Kohlenstoff, den die Moorpflanzen der Atmosphäre entzogen haben. "Werden die Moore zerstört, etwa durch den Abbau von Torf, entweichen gigantische Mengen Kohlendioxid in die Atmosphäre und heizen die Klimaerwärmung weiter an", erläuterte Nabu-Expertin Anette Lilje. "In Deutschland setzen entwässerte Moore in einem Jahr etwa so viele Treibhausgase frei wie der gesamte deutsche Luftverkehr."

klimaretter.info/red

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