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Schimmlig durch Klimawandel

Die zunehmende Eisschmelze in der Arktis führt zu unerwarteten Nebeneffekten. Das berichtet die Europäische Umweltagentur EEA. So habe Grönland derzeit mit einer "Epidemie" von Schimmelpilzen in privaten und öffentlichen Gebäuden zu kämpfen, die bislang auf der arktischen Insel unbekannt waren. Das sei ein großer Schaden für Gesundheit und Wirtschaft, so Tove Søvndahl Pedersen, Grönlands Repräsentantin in Dänemark. 


Unterm Mikroskop sieht er harmlos aus, doch wenn sie Gebäude befallen, können Schimmelpilze so gesundheitsgefährdend werden, dass man die Räume nicht mehr ungeschützt betreten sollte. (Foto: Bob Blaylock/Wikimedia Commons)

Im vergangenen September war es zu einem neuen Schmelzrekord in der Arktis gekommen. Erstmals war die Eisbedeckung rund um den Nordpol auf weniger als vier Millionen Quadratkilometer gesunken. Wie Satellitenaufnahmen zeigten, hatten auf 97 Prozent der Oberfläche des grönländischen Inlandeises Tauprozesse eingesetzt – von den dünneren Eisschichten an den Küsten bis zu den drei Kilometer dicken Eismassen im Inneren der Insel. Schmelzwasser und Matsch bescherten den Grönländern "chaotische Verhältnisse". Vergleichbare frühere Rekordmessungen hatten solche Schmelzprozesse auf allenfalls der Hälfte dieser Eisfläche gezeigt.

klimaretter.info/vk

 

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