Schimmlig durch Klimawandel
Die zunehmende Eisschmelze in der Arktis führt zu unerwarteten Nebeneffekten. Das berichtet die Europäische Umweltagentur EEA. So habe Grönland derzeit mit einer "Epidemie" von Schimmelpilzen in privaten und öffentlichen Gebäuden zu kämpfen, die bislang auf der arktischen Insel unbekannt waren. Das sei ein großer Schaden für Gesundheit und Wirtschaft, so Tove Søvndahl Pedersen, Grönlands Repräsentantin in Dänemark.

Unterm Mikroskop sieht er harmlos aus, doch wenn sie Gebäude befallen, können Schimmelpilze so gesundheitsgefährdend werden, dass man die Räume nicht mehr ungeschützt betreten sollte. (Foto: Bob Blaylock/Wikimedia Commons)
Im vergangenen September war es zu einem neuen Schmelzrekord in der Arktis gekommen. Erstmals war die Eisbedeckung rund um den Nordpol auf weniger als vier Millionen Quadratkilometer gesunken. Wie Satellitenaufnahmen zeigten, hatten auf 97 Prozent der Oberfläche des grönländischen Inlandeises Tauprozesse eingesetzt – von den dünneren Eisschichten an den Küsten bis zu den drei Kilometer dicken Eismassen im Inneren der Insel. Schmelzwasser und Matsch bescherten den Grönländern "chaotische Verhältnisse". Vergleichbare frühere Rekordmessungen hatten solche Schmelzprozesse auf allenfalls der Hälfte dieser Eisfläche gezeigt.
klimaretter.info/vk
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Erstmals seit Februar stieg in der vergangenen Nacht die arktische Eisbedeckung wieder. Das könnte das Ende des arktischen Sommers einläuten. Mit einer minimalen Eisbedeckung von 3,59 Millionen Quadratkilometer war das Schmelzen am Nordpol nie dramatischer als 2012.
Arktischer Rat korrigiert die "konservativen" Rechnungen des IPCC zur Eisschmelze
Das große Schmelzen geht weiter. Gerade ist ein riesiger Eisberg von der Nordwestspitze Grönlands gebrochen. Nun zeigen Satellitenaufnahmen, dass der Tauprozess die gesamte Eisdecke der Insel erfasst hat. Die Bevölkerung kämpft mit dem Schmelzwasser und "chaotischen Zuständen".
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