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Kiel erhöht Deiche wegen Klimawandel

Insgesamt 93 Kilometer Deiche an Nordsee, Ostsee und Elbe sollen verstärkt werden, damit sie dem Klimawandel standhalten, kündigte Umweltminister Robert Habeck am Dienstag in Kiel an. Zuvor hatte die Landesregierung den neuen Generalplan Küstenschutz genehmigt, der eine zusätzlichen Baureserve bei den anstehenden Deichverstärkungen vorsieht. Habeck: "Wir wissen, dass der Meeresspiegel steigt, aber wir wissen nicht, wie die Veränderungen exakt aussehen." Geplant ist deshalb ein "Klima-Zuschlag" von 50 Zentimetern.


Bis zum Jahr 2100 wird der Meeresspiegel vor Schleswig-Holstein zwischen 20 und 140 Zentimeter steigen. Da könnte auch der Deich auf Pilsum kein Wasser mehr halten. (Foto: Carschten/Wikimedia Commons)

Je nach Szenario wird mit einem Anstieg des Meeresspiegels vor Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2100 zwischen 20 und 140 Zentimetern gerechnet. Künftig werden die Deiche daher auch so verstärkt, dass sie sich zu einem späteren Zeitpunkt einfacher und kostengünstiger weiter erhöhen lassen. Die Verstärkung der Deiche in Schleswig-Holstein wird nach Schätzung des Umweltministeriums insgesamt 200 Millionen Euro kosten. Das Geld kommt vom Land, vom Bund und der EU. Im kommenden Jahr sollen 65,3 Millionen Euro investiert werden, die unter anderem auf Nordstrand (Alter Koog) und Sylt (Mövenbergdeich) verbaut werden. Im laufenden Jahr waren es knapp 65 Millionen Euro unter anderem für Brunsbüttel und Dahme-Rosenfelde, dazu kommen Sandaufspülungen vor Sylt und Föhr. Der Generalplan ist im Internet einsehbar.

klimaretter.info/dec


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