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Einmal Großbritannien abgeholzt

240.000 Quadratkilometer Regenwald sind laut einer in Bolivien vorgestellten Studie innerhalb der letzten zehn Jahre im Amazonasgebiet gerodet worden. Im Vergleich: Großbritannien hat eine Größe von 219.000 Quadratkilometern und wäre damit vollständig abgeholzt. Das Amazonas-Informationsnetzwerk RAISG, das die Studie veröffentlicht hat, nennt illegalen Einschlag, Schnellstraßen- und Staudammbau, Bergbau, Öl- und Gasförderung sowie die Rodung für Anbau- und Weideflächen als Ursachen für den Kahlschlag. Die Geschwindigkeit, mit der der Raubbau am Regenwald vorangeht, habe jedoch abgenommen.


Vom Satellit aus betrachtet kein sehr schöner Anblick: Der Amazonas, in der Nähe der Stadt Manaus in Brasilien. Mit Wölkchen. (Foto: Nasa/Image Galeries)

Erst kürzlich hatte die brasilianische Regierung vermeldet, dass die Abholzung auf den niedrigsten Stand seit 1988 gesunken sei. Das ergebe sich aus Daten der Weltraumbehörde des Landes, die per Satellit die Regenwälder überwacht. Dennoch haben 80 Prozent der Abholzungen von insgesamt 240.000 Quadratkilometern zwischen 2000 und 2010 in Brasilien stattgefunden. 63 Prozent des Amazonas-Regenwalds liegen auf brasilianischem Gebiet.

Das Roden von Regenwald setzt sehr große Mengen an Treibhausgasen frei. Etwa drei Viertel der Emissionen Brasiliens gehen auf das Abholzen von Wäldern zurück.

klimaretter.info/vana


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