Der Boden unter unseren Füßen

Am heutigen Weltbodentag soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie wichtig und gleichzeitig gefährdet intakte Böden sind. Böden sind Rohstoff- und Nahrungsquelle, Nährstoffspeicher, Speicher für Wasser und Treibhausgase und Lebensraum. Im Gegensatz zu Wasser und Luft wird der Boden jedoch oft zu gering geschätzt. Gefährdet seien Böden vor allem durch Altlasten, Siedlungsausbau und durch die Ausbreitung von Wüsten, sagt Umweltbundesamts-Präsident Jochen Flasbarth. Daher sei effizienter Bodenschutz ein Gebot der Vernunft. Durch Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und besagte Speicherung von Treibhausgasen rückt die Bedeutung von Böden laut Umweltbundesamt jedoch stärker in den Blick.


Noch zu oft wird der Boden auch im übertragenen Sinne mit Füßen getreten. (Foto: Carla Antonini/Wikimedia Commons)

Der Tag des Bodens wurde 2002 durch die International Union of Soil Sciences (IUSS) in Bangkok ins Leben gerufen. Bis zu einer nachhaltigen Nutzung und dem dauerhaften Schutz der Böden ist es allerdings noch ein weiter Weg. Seit 2006 wird in der EU über eine Bodenschutzrichtlinie debattiert, bislang ohne echte Ergebnisse.

Im November fand in Berlin die Global Soil Week statt. Dort befassten sich Wissenschaftler und Politiker aus aller Welt mit Themen wie Landnutzung und Flächenversiegelung. Mit mehr Öffentlichkeitsarbeit möchten sie nun erreichen, dass endlich über den Boden und seinen Schutz geredet wird.

klimaretter.info/vana

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