Allergie durch Klimawandel

Nicht nur falsche Ernährung und Zigarettenrauchen der Eltern sind für die seit 25 Jahren ansteigende Zahl der allergiekranken Kinder in Deutschland verantwortlich. Auch der Klimawandel leiset seinen Beitrag zu Heuschnupfen, Asthma, Hautallergien und Neurodermitis. Das sagte der Kinder-Allergologe, Umweltmediziner und Oberarzt am Christlichen Kinderhospital Osnabrück, Thomas Lob-Corzilius, anlässlich eines Kongresses. Politik, Wirtschaft, Kinderärzte und auch Eltern seien aufgefordert gegenzusteuern, so die Mediziner auf dem Allergiesymposium in Osnabrück, zu dem Lob-Corzilius geladen hatte.


Pollen unter dem Mikroskop. Durch steigende Temperaturen nimmt die Konzentration und die Pollenflugdauer zu. (Foto: Inspiralia/WikimediaCommons)

Durch die steigenden Temperaturen komme es zu längeren Pollenflugzeiten und auch zu stärkerer Pollenkonzentration. In Kombination mit Feinstäuben und Dieselrußpartikeln in den Pollen würden allergieauslösende Stoffe vermehrt freigesetzt werden. "Deshalb leiden Kinder, die an stark befahrenen Straßen leben, deutlich häufiger etwa unter Asthma", sagte Lob-Corzilius. Die Umweltmediziner plädieren daher für das großflächige Ausweisen von Umweltzonen.

klimaretter.info/red

[Erklärung]  
Anzeige
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen