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Frost in Estland und Lettland

Das Wetter spielt verrückt. In Dresden ist ein neuer Temperaturrekord gemessen worden. Nach Erhebungen des Deutschen Wetterdienstes DWD wurden an der Wetterstation Dresden-Hosterwitz 39,8 Grad gemessen. Das ist ein neuer Jahresrekord: Bislang hatte den Bad Kreuznach und Saarbrücken mit 38,9 Grad gehalten.


Die Semperoper Dresden (l.) unterm Wettergott: Am Montag war hier noch die Rekordtemperatur des Jahres gemessen worden. (Foto: Rietschel)

Den Wetterrekorden folgten in der Nacht zum Mittwoch promt schwere Unwetter: Zehn Jahre nach der Elbe-Flut gab der DWD sowohl für die Region Dresden als auch für das Erzgebirge und das Saarland eine Unwetterwarnung aus. Betroffen war auch Ostbrandenburg entlang der Oder. Hier mussten die Einsatzkräfte mehr als 200 mal ausrücken, um etwa umgestürzte Bäume zu beseitigen, nach Blitzeinschlag brennende Häuser zu löschen oder vollgelaufene Keller auszupumpen. Auch in der Oberpfalz, Oberbayern und in Schwaben liefen Keller voll.

Gänzlich anders gebärdet sich das Wetter dagegen in den Baltischen Staaten. 1.000 Kilometer östlich der hiesigen Rekordtemperaturen registieren die Behörden sommerliche Rekord-Minusgrade. So wurden beispielsweise in Jöhvi im Nordosten Estlands minus 1,5 Grad Celsius gemessen, in Lettland fiel das Thermometer nachts sogar auf minus 2 Grad Celsius. Für die kommenden Tage prognostizieren die dortigen Wetterdienste leichte Entspannung - auf nächtliche Temperaturen zwischen 5 und 8 Grad. Meteorologen und Klimawissenschaftler betonen immer wieder, dass extremes Wetter nicht zwangsläufig auf die Erderwärmung zurück zu führen ist. Allerdings bringe der Klimawandel zwangsläufig heftigere Wetterextreme mit sich.

klimaretter.info/red


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