Holzwirtschaft lehnt Mitverbrennung ab
Zahlreiche Verbände der Holzindustrie und ein Bündnis aus Umweltverbänden haben gemeinsam der Mitverbrennung von Holz in Kohlekraftwerken eine Absage erteilt. Eine stoffliche Nutzung von Holz sei aus klimapolitischen Gesichtspunkten generell sinnvoller. Der Energiekonzern Vattenfall hatte im vergangenen Jahr eine Studie bei der Deutschen Energieagentur zur Möglichkeit der Mitverbrennung von Holz in Auftrag gegeben - und dabei klargemacht, dass man sich für den nachwachsenden Rohstoff Holz eine finanzielle Förderung wünscht. Auch RWE setzt auf die Mitverbrennung von Holz.

Holz in Kohlekraftwerken: Die Holzwirtschaft hält wenig davon. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)
"Das in Deutschland verfügbare Holzaufkommen wird bereits vollständig durch stoffliche und energetische Holzverbraucher verwertet", sagt Denny Ohnesorge, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher. "Die Hälfte des Holzaufkommens wird energetisch genutzt. Dabei ist die stoffliche Holzverwendung auch aus klimapolitischer Sicht viel günstiger zu bewerten." Die Politik sollte daher nicht auch noch Anreize für eine Mitverbrennung von Holz in Kohlekraftwerken schaffen., so Ohnesorge.
Die steigende Nachfrage führe zu Konflikten mit dem Umwelt- und Naturschutz, ergänzt Elisabeth Emmert vom Deutschen Naturschutzring. "Wer also in Deutschland auf Holz zur Mitverbrennung in Kohlekraftwerken setzt, setzt auf Holzimporte. Emmert: "Unabhängig von der Frage der Mengenverfügbarkeit muss auch importiertes Energieholz die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien gewährleisten."
klimaretter.info/hb
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