Zwei weitere Erden gesucht

Schon jetzt braucht die Menschheit so viel ökologische Kapazität, wie nur eineinhalb Erden sie bieten könnten, 2050 werden es drei Planeten sein. Das ist eines der Ergebnisse des "Living Planet Report", den der WWF heute vorlegte. Zu beobachten sei ein deutlicher Rückgang der Artenvielfalt – 30 Prozent seit 1970 – und ein weiteres Ansteigen des sogenannten "ökologsichen Fußabdrucks" der Menschheit.


Nach wie vor ist nur ein bewohnbarer Planet in Reichweite. (Foto: NASA)

Der "ökologische Fußabdruck" eines Menschen betrage im weltweiten Durchschnitt 2,7 Hektar. Doch die Erde hat nur Platz für 1,8 Hektar pro Person. Den größten ökologischen Fußabdruck haben die Menschen in Katar (11 ha), Kuweit (10 ha), den Vereinigten Arabischen Emiraten (8 ha) und – das dürfte überraschen – Dänemark (8 ha), eigentlich Vorreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien. Deutschland steht mit knapp 5 Hektar zwar ein bisschen besser da, doch von den vertretbaren 1,8 Hektar ist das immer noch sehr weit entfernt. Das als Umweltsünder verschriene China liegt mit 2,1 Hektar noch deutlich unter dem Durchschnitt, aber auch schon über dem global vertretbaren Wert.

Weiterhin beklagt werden im Report ein immer schwieriger werdender Zugang zu sauberem Wasser durch die steigende Weltbevölkerung und eine zunehmende Überfischung der Meere.

Der Living Planet Report wird alle zwei Jahre herausgegeben, zuletzt 2008 und 2010.

klimaretter.info/hb

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