339.000 Tode durch Waldbrände
Waldbrände sind für den Tod von mindestens 339.000 Menschen jährlich verantwortlich. Das geht aus einer Studie hervor, die Fay Johnston von der australischen Universität von Tasmanien in der Nacht zum Montag auf der Jahrestagung des amerikanischen Wissenschaftsverbandes AAAS in Vancouver vorstellte. Waldbrände, das Abfackeln von Rückständen der Reisernte oder etwa Torfbrände hätten demnach Rauchvergiftungen, chronische oder karzinome Erkrankungen zur Folge, die manchmal erst nach einiger Zeit mit dem Tod endeten - aber eben von den Bränden hervorgerufen werden.

Das Waldbrandrisiko steigt wegen der Erderwärmung den Forschern zu Folge um 200 bis 300 Prozent - besonders betroffen diesmal die nördliche Hemisphäre. (Foto: Reimer)
Besonders betroffen seien der Untersuchung zufolge die Länder Südostasiens sowie südlich der Sahara in Afrika. Bei der bislang größten Feuersbrunst der letzten Jahre loderten 2010 allein im europäischen Teil Russlands 600 Brände. Insgesamt stand eine Fläche von über 90.000 Hektar in Flammen. Über die letzten Jahre gemittelt, verbrennen jedes Jahr bis zu 450 Millionen Hektar Wald, weshalb die Entwaldung nach der Energiewirtschaft die zweitgrößte Kohlendioxid-Quelle der Welt ist. 20 Prozent aller Treibhausgase entstammen aus dem Waldverlust.
Auf der Expertentagung in Kanada warnte nun der kanadische Umweltexperte Mike Flannigan von der Universität Alberta: Durch den Klimawandel werde es in Zukunft noch mehr und schwerer kontrollierbare Waldbrände geben. Untersuchungen komme zu dem Schluss, dass erstens vor allem die nördliche Halbkugel stärker betroffen sein werde, sich zweitens wegen der Erderwärmung die Brandrate bis Ende des Jahrhunderts um 200 bis 300 Prozent erhöhe.
klimaretter.info/reni
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