9 Milliarden Euro gegen die Tagebaue
Neuer Vertrag für die Sanierung der Braunkohletagebaue: In ihrer 9. Verhandlungsrunde hat sich die Bund-Länder-Arbeitsgruppe auf einen Entwurf eines Vertragstextes und den dazu gehörigen Finanzrahmen für den Zeitraum 2013 bis 2017 geeinigt. Details über den Umfang der Summen sind zwar noch nicht bekannt. Bisher mussten die Steuerzahler für die Braunkohlesanierung in Ostdeutschland aber insgesamt fast 9 Milliarden Euro berappen.

Absetzbagger in der Nähe von Halle Mitte der 80er Jahre: Heute steht er im Museum Ferropolis. (Foto: Ferropolis)
Es geht um die Hinterlassenschaften der Braunkohlewirtschaft in der DDR: Die bergtechnische Grundsanierung ist nach Angaben des Bundesumweltministeriums inzwischen weit fortgeschritten. Fast alle geplanten Seen seien bereits geflutet oder in der Flutung begriffen. Künftige Schwerpunkte der Sanierung seien die Sicherstellung der Gewässergüte sowie die Bekämpfung örtlich eintretender Vernässungen von Standorten infolge des Grundwasserwiederanstiegs.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU): "Die Braunkohlesanierung ist eine Erfolgsgeschichte der Deutschen Einheit. Aus "Tagebauwüsten" wurden in der Lausitz und in Mitteldeutschland naturnahe Seenlandschaften." In der Lausitz wurden beispielsweise aus Tagebaurestlöchern 23 künstliche Seen angelegt - die Lausitzer Seenlandschaft. Der Vertrag zur weiteren Sanierung muss noch von den betroffenen Länderkabinetten und Bundesministern gebilligt werden.
klimaretter.info/red
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