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Schnee in der Wüste

Mehrere Dutzend Menschen sind dem Winter im Norden Afrikas zum Opfer gefallen. In Algerien zählten die Behörden 30 Tote, die bei Verkehrsunfällen wegen Schnee und Eis ums Leben kamen. In Tunesien sind Menschenleben zu beklagen, die von ihren Dächern erschlagen wurden. Die waren unter der ungewöhnlichen Schneelast zusammengebrochen. In Algeriens bergigem Norden hat so viel geschneit, dass 80 Prozent des Straßennetzes unpassierbar sind. Auswirkung hat das auch auf die Versorgung: Zunehmend hungern Menschen in der Region, weil den Bäckern kein Mehl mehr geliefert werden kann.

 


Nordafrikaner kannten "Schnee im Winter" bislang nur von solchen Bilderbuch-Motiven, Jetzt erfahren Sie ihn am eigenen Leib. (Foto: Schulze von Glaßer)

Zudem gibt es erstmals seit 27 Jahren wieder Schnee in der Sahara. Das Portal Touring-Afrika berichtet von Ghardaia, dass etwa 800 Kilometer südlich von Algerines Hauptstadt Algier liegt, wo der Schnee die sonstige Sandwüste in eine Schneewüste verwandelte. "Was touristisch reizvoll klingen mag, ist für die Menschen vor Ort ein Problem. Die wenigsten sind auf eine derartige Kälte eingerichtet, Möglichkeiten zum Heizen fehlen oft. Außerdem mangelt es an Erfahrung im Straßenverehr mit diesen widrigen Verhältnissen", schreibt das Portal. Jüngsten Untersuchungen zu Folge ist die sibirische Kälte eine Folge der Erderwärmung.

Unterdessen geht in Deutschland die Kälte zu Ende: Tief Maike bringt zum Wochenbeginn Schnee und wieder Temperaturen über Null. Am Sonntag ziehen Wolken von Norden bis zur Mitte Deutschlands, am Montag gibt es in den Niederungen in Nord- und Westdeutschland auch Regen.

klimaretter.info/reni

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