Queenslands Regierung rät zur Flucht
Die Regierung des Bundesstaates Queensland hat tausende Menschen im Südwesten zur Flucht in höher gelegene Gebiete aufgefordert. "Die Lage ist sehr ernst und ich bitte Sie dringend, mit uns zusammenzuarbeiten", sagte Anna Bligh, die Ministerpräsidentin von Queensland. Extremer Starkregen hatte die Flüsse auf neue Rekordpegel anschwellen lassen. Bereits in den letzten beiden Jahren hatten schwere Fluten Queensland heimgesucht, bei den schwersten Überschwemmungen starben 2011 mindestens 30 Menschen.

Brisbane, im australischen Bundesstaat Quennsland vor einem Jahr. (Foto: Australian Conservation Foundation)
Am Sonntag hatte Ministerpräsidentin Bligh Dämme in St. George besichtigt, einer Kleinstadt, die bereits 2010 vom Hochwasser verwüstet worden war. Lediglich eine Straße verbindet die Stadt noch mit höher gelegenen Gebieten. Es sei zu spät, die Dämme noch weiter zu erhöhen, sagte die Ministerpräsidentin. Die Patienten des Krankenhaus von St. George sollen nun vom Militär ausgeflogen werden. Der Balonne-Fluss war am Sonntag auf einen Stand von 13,5 Meter angewachsen, bis zum Dienstag werde der Pegel auf 15 Meter ansteigen.
Auch Regionen im Landesinneren von New South Wales kämpfen mit extremen Wetterereignissen. Hier werde sich in den kommenden Tagen die Lage verschärfen, weil die Flüsse aus Queensland neue Wassermassen nach New South Wales bringen. "Die Leute sollten sich vorbereiten, Lebensmittel- und Medikamentenvorräte auffüllen und wichtige Dinge wie Dokumente bereithalten, falls evakuiert werden muss", sagte eine Sprecherin der Rettungsdienste der Nachrichtenagentur AAP.
"Die Hochwasser werden größer, schmutziger und dadurch gefährlicher als in der Vergangenheit", erklärte der WWF-Experte Nick Heath. Das liege auch an der Abholzung von Wäldern, Überweidung und exzessiver Landnutzung: Bei starken Regenfällen könne der Boden immer weniger Wasser aufnehmen. Der WWF fordert deshalb ein nachhaltigeres Wirtschaften auf Australiens Farmen. Heath: "Bäume und Feuchtgebiete können Wassermassen bremsen und so die Folgen von Überflutungen mindern – das könnte uns auf künftige Ereignisse besser vorbereiten."
klimaretter.info/reni
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