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Irreführende Grammatik

Trotz einer Niederlage vor dem Landgericht Wiesbaden versucht der Getränkekartonhersteller Tetra Pak weiter, die Verbraucher zu täuschen. Im Dezember hatte das Gericht entschieden, dass das Unternehmen innerhalb seiner Werbeaktivitäten die Behauptung eines "vollständigen Recyclings" nicht mehr verwenden dürfe. Nun spricht das Unternehmen davon, dass die produzierten Verpackungen "100% recycelbar" seien. Der Umweltverband Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Aussage als "dreiste Verbrauchertäuschung". Mit der Wortwahl werde fälschlicherweise suggeriert, dass die Verpackungen vollständig recycelt werden.


Der Original-Tetra Pak (Foto: Wikipedia/Holger Ellgaard)

"Tetra Pak setzt trotz des von der DUH erwirkten Gerichtsurteils weiter auf die Täuschung der Verbraucher", kritisiert DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. "Der Leser soll die Aussage ´100% recycelbar´ so verstehen, dass Getränkekartons nach Gebrauch komplett recycelt werden. In Wahrheit trifft dies nur auf einen geringen Teil zu. " Recherchen des Verbandes haben ergeben, dass nur etwa ein Drittel der Materialien der in Deutschland gekauften Kartons recycelt werden. Der Rest werde verbrannt. Resch forderte den Konzern auf, „die dreiste und irreführende Kampagne sofort zu beenden.“

Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 200.000 Tonnen Getränkekartons verkauft. Nach DUH-Informationen wird in der Regel nur der Papieranteil der Kartons wiederverwertet, während Alumium- und Kunststoffanteile verbrannt werden. Gegenüber Getränkeverpackungen aus Glas weisen Getränkekartons die schlechtere Treibhausgasbilanz auf.

Auch dem Klima-Lügendetektor war Tetra Pak bereits durch dessen irreführende Botschaften im Zusammenhang mit seiner CO2-Bilanz negativ aufgefallen.

klimaretter.info/em

 

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