Schiffsunglück vor Weihnachtsinsel
Schwerer Seegang hat am späten Sonntag Abend ein Frachtschiff gegen die Kaimauer eines Verladehafens vor der Küste der australischen Weihnachtsinsel gedrückt. Wie die Zeitung The Sydney Morning Herald berichtet, sei der Schiffsrumpf der unter der Flagge Panamas fahrenden "Tycoon" mittlerweile gebrochen. "Es wurde Öl freigesetzt, das bereits die Strände erreicht hat", sagte Toby Stone von der australischen Seenotrettungsgesellschaft. Außerdem seien auch Düngemittel entwichen, die das Schiff auf der Weihnachtsinsel geladen hatte.

Die "Tycoon" fährt unter der Flagge Panamas. (Foto: Skyline Navigation)
Nach Angaben der Behörden befinden sich auf dem Schiff 102 Tonnen Schweröl, 11.000 Liter Schmieröl, 32 Tonnen Diesel sowie rund 260 Tonnen Phosphat-Dünger. Michal North, Chemiker an der australischen Forschungseinrichtung Chem Center, zufolge würde bei Austreten des gesamten Öls die Korallenpopulation in der Bucht gefährden, weil kein Licht sie mehr erreichen würde und damit keine Photosynthese stattfinden könnte. "Das wäre dann so, als wenn man eine Pflanze mit soviel Staub bedecken würde, dass sie absterben würde", so North.
Spezialisten der australischen Behörde für Transportsicherheit sollen das verunglückte Schiff am Dienstag Ortszeit erreichen. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Alle 15 Crewmitglieder konnten gerettet werden.
Erst gestern ist das Containerschiff "Rena" vor der neuseeländischen Küste auseinandergebrochen. Hier sind bereits 350 Tonnen Schweröl ins Meer geflossen.
klimaretter.info/em
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 20 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Inzwischen sind rund 100 Tonnen Schweröl ausgelaufen, die Hälfte davon ins Meer
Signalwirkung Deutschland: Die längeren Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke lässt die Uranindustrie wachsen, sagt der australische Uranexperte Dave Sweeney.
Zum Start 2012: BUND-Chef Hubert Weiger fordert von den Vereinten Nationen eine harte Linie wegen des Kyoto-Ausstiegs der Nordamerikaner. "Auch die Bundesregierung muss hier Druck machen", sagte Weiger im Gespräch mit klimaretter.info. Dies gehe nur durch eigene Vorbildlichkeit. Weiger fordert, den kompletten Atomausstieg auf 2012 oder 2013 vorzuziehen.
Ein internes Papier verrät, wieviel Geld BP ausgegeben hat, um mit Google-Werbung die Meinung über die Katastrophe im Golf von Mexiko zu beeinflussen
Das Erdbeben in Haiti und die Hitzewelle in Russland haben im vergangenen Jahr die meisten Todesopfer durch Naturkatastrophen verursacht. Für den größten wirtschaftlichen Schaden sorgte das Erdbeben in Chile.
Die letzten sechs Dekaden sind in der Region Australasien die wärmsten des vergangenen Jahrtausends gewesen, bilanzieren Wissenschaftler
NABU vergibt "Dinosaurier des Jahres" an Kreuzfahrtunternehmen
Das Kreuzfahrt-Unternehmen stellt die Greenpeace-Mitbegründerin Monika Griefahn ein
Für die Besetzung eines Verladehafens in Australien droht sieben Aktivisten eine Entschädigungszahlung von insgesamt fast einer halben Million Euro
Royal Dutch Shell darf vor Ningaloo-Riff mit Suche nach Gas beginnen
Regierung hat Gelder aus dem aktuellen Haushalt in Hilfsprogramme für die Flutschäden umgeleitet. Gillard spricht sich für Preis auf Kohlendioxidemissionen aus
Warten auf das Ende von Kyoto: Australiens Premier Kevin Rudd will den Handel mit Verschmutzungsrechten erst 2013 wieder auf den Tisch bringen
Entscheidung soll nun "in den kommenden Monaten" fallen
Preis auf Kohlendioxid soll noch dieses Jahr verabschiedet werden
Die australische Regierung plant eine CO2-Steuer: Ab 2012 werden rund 500 Unternehmen pro Tonne Kohlendioxid zur Kasse gebeten



