Containerschiff "Rena" auseinandergebrochen
Der vor drei Monaten vor Neuseeland havarierte Frachter "Rena" ist bei einem schweren Sturm in zwei Teile gebrochen. Rund 300 Container gingen über Bord, sowie Bauholz und Säcke mit Milchpulver, die im Lauf des Tages an die Strände der neuseeländischen Nordinsel gespült werden könnten, hieß es von einem Sprecher der Meeresbehörde. Noch gebe es keinen "größeren Austritt von Öl", das werde sich durch den "brüchigen Zustand" der "Rena" aber "wahrscheinlich demnächst" ändern.
Nach Angaben des neuseeländischen Umweltministers Nick Smith befindet sich an Bord der "Rena" noch immer rund 400 Tonnen Treibstoff. Seit der Havarie am 5. Oktober 2011 waren rund 350 Tonnen Öl aus dem unter liberianischer Flagge fahrenden Fachter ins Meer geflossen. Rund 1.000 Tonnen Öl konnten aus dem Schiff angepumpt werden, das circa 20 Kilometer vor der neuseeländischen Küste auf ein Riff gefahren war.
Recherchen der Nachrichtenagentur AP hatten im vergangenen Monat ergeben, dass das Schiff von australischen Behörden zehn Wochen vor der Havarie beschlagnahmt worden war. Nach Intervention der liberianischen Schifffahrtsbehörde wurde es am nächsten Tag wieder freigegeben - weil der Frachter angeblich sicher sei. Nun müssen Kapitän und Navigationsoffizier der "Rena" mit einem Strafverfahren wegen gefährlicher Fahrweise, Umweltverschmutzung und Dokumentenmanipulation nach dem Unfall rechnen.
klimaretter.info/vk
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