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Neue Strafe gegen Chevron

Fast zwei Monate liegt die Ölkatastrophe vor der brasilianischen Küste zurück, nun hat die brasilianischen Umweltbehörden den US-Ölmulti Chevron mit einer zweiten Millionenstrafe belangt. Diesmal muss Chevron zehn Millionen Reais zahlen - umgerechnet 5 Millionen Dollar. Zur Begründung hieß es von der brasilianische Behörde für Umwelt und Rohstoffe (IBAMA), der US-Konzern habe Auflagen nicht erfüllt, die ihm im Lizenzierungsverfahren erteilt worden waren. Speziell wird die Ausrüstung der Notfallschiffe kritisiert, die ein angemessenes Reagieren im Falle einer Havarie nicht ermöglichten. 


Protestaktion gegen Chevron in den USA. (Foto: Eric Slomanson, Rainforest Action Network)

Am 7. November waren vor der Küste Brasiliens mehrere tausend Liter aus dem Ölfeld Frade ausgetreten. Zuletzt hatte die Nationale Erdölagentur (ANP) von einem 400 Meter langem Riss in einem Bohrloch gesprochen. Der Chevron-Konzern nahm zu Beginn die "volle Verantwortung" auf sich. "Der Druck der Ölquelle ist unterschätzt worden", so erklärte George Buck, Chef des brasilianischen Ablegers des Ölkonzerns. Er "bitte das brasilianische Volk und die brasilianische Regierung aufrichtig um Entschuldigung".

Die Angaben über die Menge des ausgetretenen Öls sind höchst unterschiedlich. Chevron spricht von knapp 400.000 Litern, die ausgetreten sein sollen. Die IBAMA-Behörde hingegen schätzt die Menge ausgetreten Öls auf etwa 800.000 bis 1.300.000 Liter. Bereits im November hatte die Behörde eine Strafe von 50 Millionen Reais - etwa 25 Millionen US-Dollar verhängt. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Rio gegen Chevron. Außerdem darf Chevron in Brasilien vorerst kein weiteres Öl mehr fördern, wie die ANP als Reaktion auf die Ölkatastrophe entschied.

Auch in Ecuador war Chevron in diesem Jahr wegen Umweltverschmutzung zu rund sieben Milliarden Euro Schadenersatz verurteilt worden. Geklagt hatten 30.000 Bewohner der Provinz Sucumbíos im Nordosten des Landes.

klimaretter.info/reni

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