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Xayaburi: Vorerst Baustopp am Mekong

Die zuständigen Minister aus Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam konnten am Donnerstag im kambodschanischen Siem Reap keine endgültige Einigung zum Bau des Xayaburi-Staudammes im laotischen Nordosten finden. Gemeinsam schlussfolgerten die Länder, dass "die Notwendigkeit besteht, weitere Studien zur nachhaltigen Entwicklung und dem Management des Mekong sowie zu den Auswirkungen von Staudammprojekten am Hautstrom vorzunehmen". Bei den Studien wollen die Mekong-Staaten insbesondere die Hilfe der japanischen Regierung in Anspruch nehmen sowie weitere internationale Partner hinzuziehen.


Abschnitt des Hauptstroms, an dem das Projekt verwirklicht werden soll. (Foto: Pianporn Deetes, International Rivers)

Vietnam und Kambodscha äußerten vormals erhebliche Bedenken bezüglich des Baus. Sie sahen vor allem ihre Landwirtschaft und Fischindustrie von den möglichen Auswirkungen bedroht. Thailand hatte zuletzt verkündet, dem Bau nichts entgegenzusetzen. Die Verantwortung für negative Auswirkungen müsse jedoch gegebenenfalls die laotische Regierung tragen, hieß es in der vergangenen Woche.

"Das heutige Ergebnis demonstriert die Fähigkeit der Mitgliedstaaten (der Mekong River Commission) in einem regionalen Geist zusammen zu arbeiten und ökonomische Entwicklung anzustreben, ohne dabei die Nachhaltigkeit der menschlichen Lebensgrundlagen und Ökosysteme zu gefährden", erklärte der kambodschanische Minister für Wasserressourcen und Meteorologie Kean Hor.

Der Xayaburi-Staudamm soll mit 1.260 Megawatt-Turbinen Wasserkraft hauptsächlich nach Thailand liefern. Der Damm wäre der erste am Hauptstrom des Flusses, lässt man die Staudämme in China unberücksichtigt. Auch wäre er der erste Damm in der sogenannten "Batterie Südostasiens", für die noch elf weitere Dämme, vor allem in Laos, in Planung sind. Von Beginn an war das Projekt umstritten. Immer wieder wiesen Umweltorganisationen wie International Rivers oder der WWF darauf hin, dass die Auswirkungen verheerend ausfallen könnten.

"Heute reagierten die Mekong-Regierungen auf den Willen der Menschen in der Region. Mit dieser Entscheidung erwarten wir, dass die bereits begonnenen Bauarbeiten unverzüglich eingestellt werden und sämtliche Baugeräte abgezogen werden", sagte Ame Trandem von International Rivers.

klimaretter.info/tony

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