Warnung vor Waldvernichtung
Die "African Wildlife Foundation" warnte gestern vor einer "neuen Welle der Entwaldung" auf einer Veranstaltung in Durban. Die Präsidentin der Stiftung rief dazu auf, die Wälder Afrikas besser zu schützen. Sowohl Klima als auch die Ernährungssicherheit seien in Gefahr. Die Waldflächen würden oftmals durch größe Plantagen oder Weideland ersetzt und so würden die Böden ausgelaugt und entwertet.
Die Umweltschutzorganisation WWF protestierte auf dem Klimagipfel gegen das neue Waldschutzgesetz in Brasilien. Damit könnten bis zu 76,5 Millionen Hektar Wald vernichtet werden, heißt es in einer Mitteilung. Dadurch könnten nach WWF-Angaben rund 28 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich frei werden und das Klima belasten. Demnächst will die brasilianische Regierung über das Gesetz entscheiden, das vor allem Land für die Agrarwirtschaft frei machen soll.

Umweltschützer warnen vor neuer Welle der Entwaldung. (Foto: Rettet den Regenwald e.V.)
Der WWF startete gestern dazu eine entsprechende Gegenkampagne, um die Gegner des Gesetzes zu unterstützen und forderten Präsidentin Dilma Rousseff auf, Veto gegen das Waldgesetz einzulegen. Angeblich seien nach Umfragen rund 80 Prozent der Brasilianer gegen großflächige Abholzungen von Regenwald in ihrem Land.
Wissenschaftker Bob Scholes vom südafrikanischen Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) beschrieb in Durban, wie die afrikanischen Waldgebiete für kurzfristige Gewinne systematisch abgewertet würden: Zuerst würden Holzfäller das Edelholz des Waldes entfernen, dann würden Holzfirmen den restlichen Bestand verkaufen. Auf dem Land würden sich oftmals Farmer niederlassen. Der Boden würde durch die Landwirtschaft aber schon nach wenigen Fruchtzyklen ausgelaugt und das Land der Verwüstung überlassen.
klimaretter.info/sg
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