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"Irene" wütete über New York


Der Wirbelsturm hat in der Millionenmetropole weniger starke Schäden verursacht als befürchtet. Teile der Stadt waren überflutet, das Nahverkehrssystem wurde komplett eingestellt, angeblich waren 100.000 New Yorker ohne Strom.

Von Felix Werdermann

Der Tropensturm "Irene" hat in New York weniger starke Schäden verursacht, als die Behörden befürchtet hatten. Bürgermeister Michael Bloomberg sagte, die Stadt habe "das Schlimmste überstanden". Teile von New York standen unter Wasser, mehrere tausend Menschen waren ohne Strom, mindestens 15 haben ihr Leben verloren.

Das Zentrum von "Irene" hatte am Sonntagmorgen (Ortszeit) New York erreicht. Beinahe zeitgleich wurde das Unwetter jedoch auch vom "Hurrikan" zum "Tropensturm" heruntergestuft. Die Auswirkungen änderten sich dadurch aber nicht, sagte ein Sprecher das Nationalen Hurrikanzentrums.


Nicht mehr viel los um 20 Uhr: Straße in New York am Samstagabend. (Foto: eguchishintano / flickr.com)

Schon am Samstagabend kamen die ersten Ausläufer des Sturms in der Millionenmetropole an. "Alle müssen jetzt nach drinnen gehen und dort bleiben", sagte Bürgermeister Michael Bloomberg. Zuvor waren noch 370.000 Menschen aufgefordert worden, ihr Haus zu verlassen – das erste Mal in der Geschichte New Yorks. In New York City leben etwa 8,3 Millionen Menschen, im Bundesstaat New York über 19 Millionen.

"Irene" hatte eine Windgeschwindigkeit von etwa 130 Stundenkilometern, später waren es noch knapp 100 Stundenkilometer. Trotzdem bewegt sich der Sturm relativ langsam vorwärts, weshalb sich New Yorker noch längere Zeit in Sicherheit bringen müssen. Weil der Wirbelsturm auch Wassermassen an die US-Küste drückte, standen Teile von Manhattan unter Wasser.

Durch den Klimawandel werden heftige Unwetter wie "Irene" oder der Wirbelsturm "Beatriz" häufiger vorkommen. Hurrikane beziehen ihre Energie aus warmem Oberflächenwasser der Meere. Wegen der in den letzten Jahrzehnten beobachteten leichten Erwärmung der Oberflächentemperatur steht deshalb einem Tropensturm mehr Energie zur Verfügung.


Um 17 Uhr war auf den Straßen von New York noch mehr los. (Foto: eguchishitano / flickr.com)

"Irene" soll an der nördlichen Küste der stärkste Sturm seit 1985 sein. Am Samstagmorgen wütete "Irene" erstmals über US-Festland, in North Carolina. An der gesamten Ostküste sollen insgesamt über 1,8 Millionen Menschen ohne Strom gewesen sein. Das gleiche Schicksal habe am Sonntagmorgen auch über 100.000 New Yorker getroffen, berichtet die New York Times. Später sprach Bürgermeister Bloomberg von 62.000 Haushalten.

Der öffentliche Nachverkehr wurde eingestellt, außerdem wurden mehr als 10.000 Flüge abgesagt. Bislang haben durch "Irene" mindestestens 15 Menschen ihr Leben verloren.

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