USA: Den Tornados folgt Hochwasser
Großbritannien leidet unter ungewöhnlicher April-Dürre, Neuseeland beklagt Todesopfer nach Tornado: Meteorologen registrieren weltweit extreme Wetterereignisse.
Ein Überblick von Nick Reimer
Ein ungewöhnlich trockener und warmer April hat
Großbritannien
zugesetzt: Im ansonsten regnerischen Norden der britischen Inseln kämpfen die Feuerwehren gleich an mehreren Stellen mit schweren Waldbränden, dutzende Häuser mussten in dem dünn besiedelten Gebiet evakuiert werden. Auch in Nordirland wüten die Flammen, mehrere hundert Hektar Wald und Weideland wurden bislang zerstört.

Tornado in Mayfield, Oklahoma, 1977. (Foto: NOAA)
Der Wetterdienst MeteoGroup vermeldete den heißesten April in der Geschichte Großbritanniens, seitdem dort die Wetterdaten aufgezeichnet werden. In Schottland, Nordirland und Nordengland fielen nur zwei Drittel der im langjährigen Mittel registrierten Niederschläge.
USA
Der Tornado-Ausbruch vom 25. bis 28. April 2011 war der stärkste, wenngleich nicht folgenreichste in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen der USA. Dies geht aus den Daten hervor, die die NOAA, die Wetter- und Ozeanbehörde der Vereinigten Staaten, nun veröffentlichte. Die immer noch vorläufigen Schätzungen belaufen sich demnach auf 362 Tornados, die in diesen Tagen 350 Menschen in den Tod rissen.
Nach den Tornados folgt nun die Flut: Nach tagelangem Regen ist besonders Illinois und South-Carolina betroffen. Cairo, eine Stadt am Zusammenfluss von Mississippi und Ohio River im Süden von Illinois, musste evakuiert werden. Durch die hohen Wasserstände seien auch die südlicheren Staaten Louisiana und Mississippi von einer Flutkatastrophe bedroht, warnten die Behörden.

Zerstörungen durch Tornados am 27. April 2011. (Foto: Jamiesrabbits/Flickr)
Neuseeland
Tote gab es am Dienstag auch in Neuseeland: Ein Tornado hatte dort eine Schneise durch Auckland geschlagen. Nach Agenturangaben habe die Polizei zwei Tote und mehr als 20 teils Schwerverletzte registriert. Klimatologen warnen, dass es in Folge der Erderwärmung immer häufiger zu extremen Wetterereignissen kommt.

Tuscaloosa, Alabama, vor der Zerstörung durch einen Tornado... (Foto: NOAA)

...und danach. (Foto: NOAA)
Deutschland
In Deutschland soll es übrigens dieser Tage in den Mittelgebirgen nachts schneien: Aber das ist eher normal, die Eisheiligen kommen in diesem Jahr allenfalls deutlich zu früh.
Weitere Fotos vom Südstaaten-Hochwasser gibt es hier.
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