Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Unterirdischer Behörden-Streit

Zwei Bundesbehörden beharken sich heftig wegen der Fracking-Technologie, mit der Energiekonzerne auch in Deutschland mehr Erdgas fördern wollen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) attackierte jüngst das Umweltbundesamt (UBA), das die Fördertechnologie kritisch sieht. Nun wehrt sich das UBA in einem internen Papier.

Von Joachim Wille

Das Umweltbundesamt hält strikt an der Forderung fest, dass vor einem breiten Einsatz des Fracking die Risiken unter anderem für das Grundwasser genau untersucht werden müssen. Beim Fracking wird mit Chemikalien angereichertes Wasser unter hohem Druck in tiefe Erdschichten gepumpt, um dort gashaltige Gesteine, zum Beispiel Schiefer, aufzubrechen. Dieses Gas ist mit konventioneller Technologie nicht förderbar. In den USA hat der Fracking-Einsatz einen Erdgas-Boom ausgelöst und den Gaspreis verbilligt. US-Energiekonzerne verzeichneten im ablaufenden Jahr Extra-Gewinne. Allerdings ist die Technik wegen gravierender Umweltschäden sehr umstritten.


Auch in Deutschland sind Bürgerinitiativen alarmiert und protestieren gegen Probebohrungen mit der umstrittenen Technik. (Bild: IG Neustadt am Rübenberge)

In Deutschland könnte Fracking genutzt werden, um den Rückgang der Gasförderung aufgrund der Erschöpfung der konventionellen Lager zu bremsen. Theoretisch reichen die Frackinggas-Vorkommen, um den derzeitigen deutschen Erdgasverbrauch 13 Jahre lang zu decken. Gegen die Technologie gibt es aber breiten Protest in der Bevölkerung. Pläne von Unternehmen für Fracking-Bohrungen gibt es unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Nordhessen und in Baden-Württemberg.

Das Bundesumweltministerium plädiert wie das ihm unterstehende Umweltbundesamt dafür, das Fracking mit Vorsicht anzugehen. So warnte Ressortchef Peter Altmaier (CDU) ausdrücklich vor einer übereilten Einführung der Technologie. Das verärgerte offenbar das von FDP-chef Philipp Rösler geführte Wirtschaftsministerium. Es ließ seinerseits von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ein Gutachten anfertigen, um die UBA-Studie zu bewerten, die Basis für die Haltung des Umweltministeriums war.

Prompt beurteilt die BGR das Fracking positiv und wirft den Umweltexperten unter anderem "nicht nachvollziehbare" Begründungen und "subjektive Argumentation" vor. Der Kernsatz des BGR-Gutachtens lautet: "Sofern die gesetzlichen Regelungen eingehalten und die erforderlichen technischen Maßnahmen getroffen werden, ist aus geowissenschaftlicher Sicht prinzipiell ein umweltverträglicher Einsatz der Fracking-Technologie möglich."

Die Sache ist nicht nur politisch und wirtschaftlich brisant, die Umweltbehörde fühlt sich von der BGR offenbar auch unsachlich attackiert. Sie wirft den Geologen vor, bei der Erstellung der Studie trotz "mehrfacher Nachfrage" nicht kooperiert zu haben. Das UBA weist die Kritik in acht Punkten zurück. Vor allem die Frage, wie stark auf den Schutz salzhaltiger Tiefenwässer vor einer Belastung mit Chemikalien geachtet werden muss, entzweit die Forscher. Laut BGR ist das weniger relevant. Die UBA-Experten kontern: "Ihre Argumentation, Grundwasserveränderungen nicht als nachteilig anzusehen, wenn Grundwasser seine Trinkwasserqualität verliert, solange das Grundwasser nicht als Trinkwasser genutzt wird, ist ... mit geltendem Wasserrecht nicht vereinbar."


Die Umweltschäden und Gesundheitsgefahren durch Fracking in den USA machte der Film "Gasland" bekannt. Die Resonanz war auch in Deutschland groß. (Bild: www.gaslandthemovie.com)

Die Grünen werfen Wirtschaftsminister Rösler vor, die Fracking-Technologie gegen berechtigte Einwände durchdrücken zu wollen. Ihr energiepolitischer Sprecher im Bundestag, Oliver Krischer, sagte: "Rösler hat die BGR wie einen bissigen Hund von der Leine gelassen." Ziel des Ministers sei es, die Glaubwürdigkeit der Fracking-Kritiker zu untergraben. Das Umweltbundesamt habe einen Großteil der Kritik zu Recht zurückgewiesen. Dass der Behördenstreit überhaupt stattfinde, liege am Versagen von Schwarz-Gelb. Die Risiken beim Fracking seien lange bekannt, doch die Koalition sei seit über zwei Jahren nicht in der Lage zu handeln. "Inzwischen hat dieser Streit offenbar auch die Fachbehörden erreicht, wo eigentlich die Sacharbeit verrichtet werden sollte", kritisiert der Grünen-Abgeordnete.


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Dienstag, 21. Mai 2013, 14:07 Uhr
Kein Billig-Erdgas durch Fracking
FotoDie umstrittene Fracking-Methode wird in Deutschland weder einen Erdgas-Boom noch einen Preisrutsch beim Gas auslösen. Das prognostiziert nicht irgendwer, sondern die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, deren Experten als ausgewiesene Fracking-Befürworter bekannt sind. Der Fracking-Optimismus bröckelt selbst in den USA.
Aus Frankfurt/Main Joachim Wille [mehr...]
Sonntag, 08. April 2012, 16:34 Uhr
4,4 Milliarden zu Lasten der Umwelt
Die Pendlerpauschale, deren Erhöhung wieder pünktlich zur Osterreisezeit gefordert wird, kostet – schon jetzt – sehr viel Steuergeld und schadet der Umwelt noch viel mehr. Umweltwissenschaftler fordern ihre Abschaffung, genauso wie die Abschaffung von Kerosinsteuerbefreiung und Dienstwagenprivileg.
Aus Freiburg Bernward Janzing [mehr...]
Donnerstag, 06. September 2012, 15:47 Uhr
700 Seiten voller Skepsis
Wie gefährlich ist Fracking wirklich? Um das herauszufinden, hatte die Regierung ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dies hat Umweltminister Peter Altmaier heute vorgestellt - und muss sich Sorgen machen. Vor allem das Grundwasser sehen Experten durch Chemikalien gefährdet.
Von Mathias Rittgerott [mehr...]
Dienstag, 26. Februar 2013, 12:06 Uhr
Altmaier und Rösler wollen Fracking
Regierung einig über Schiefergasförderung. Bereits jetzt hagelt es Proteste [mehr...]
Freitag, 30. August 2013, 17:00 Uhr
Bund schmückt sich mit "Null-Energie"
FotoBerliner Mitarbeiter des Umweltbundesamtes ziehen in das erste "Null-Energie-Hauses" des Bundes [mehr...]
Freitag, 29. März 2013, 15:02 Uhr
Don't frack Germany!
Wenn Wasser brennt, stimmt etwas nicht. Im Dokumentarfilm "Gasland" hält ein Mann sein Feuerzeug an den laufenden Wasserhahn und schon entsteht eine Stichflamme. Die Szene steht symbolhaft für die Angst vor dem sogenannten Fracking. Verseucht die neue Gasfördermethode das Trinkwasser? Zudem ist die Klimawirkung in der Debatte unterbelichtet.
Von Fritz Walders [mehr...]
Freitag, 30. September 2011, 10:11 Uhr
Europa soll Ressourcen sparen
Die Wirtschaft wächst, die natürlichen Ressourcen sind endlich: Passt das zusammen? Experten diskutieren auf einer Konferenz, wie sich mit Materialeinsparungen Geld verdienen lässt. Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamts, sagt den "grünen Märkten" eine goldene Zukunft voraus.
Aus Berlin Felix Werdermann
[mehr...]
Freitag, 13. Mai 2011, 15:23 Uhr
Flasbarth: "Wir liegen im Plan"
Der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, zieht eine positive Bilanz des Emissionshandels - trotz eines Anstiegs des Kohlendioxidausstoßes 2010. Verantwortlich dafür: das Ende der Wirtschaftskrise und der kalte Winter. Der geplante Atomausstieg habe keine negativen Klimaeffekte, glaubt Flasbarth.
Aus Berlin Martin Reeh [mehr...]
Freitag, 09. Dezember 2011, 18:54 Uhr
Flugindustrie lobbyiert gegen Emissionshandel
BDI und andere Verbände fordern, Beginn des Zertifikatehandels auf unbestimmte Zeit zu verschieben [mehr...]
Samstag, 20. April 2013, 17:13 Uhr
Fracking-Gesetz "unverzüglich"
FotoAngeblich haben sich CDU und FDP auf einen Gesetzentwurf geeinigt, der die sehr umstrittene Schiefergas-Förderung regeln soll [mehr...]
Freitag, 11. Mai 2012, 13:11 Uhr
Fracking-Stopp bleibt unkonkret
Röttgen und Rösler hatten einen vorläufigen Stopp von Fracking-Bohrungen angekündigt - gesetzlich verankern wollen sie das allerdings nicht [mehr...]
Mittwoch, 22. Mai 2013, 16:43 Uhr
Fracking: Ja. Nein. Vielleicht
FotoBundesumweltminister Peter Altmaier hält Fracking im Augenblick nicht für vertretbar. Trotzdem will er den Einsatz der Technologie nicht ganz verbieten. Es solle je nach Standort  darüber entschieden werden, sagte der Bundesminister im ARD-Morgenmagazin.
Von Susanne Schwarz [mehr...]
Freitag, 16. November 2012, 18:55 Uhr
Grundsätze für EEG-Reform vereinbart
Die Umweltministerkonferenz hat sich in Kiel auf Grundsätze für eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes geeinigt [mehr...]
Dienstag, 14. Mai 2013, 10:18 Uhr
Kabinett: Fracking vertagt
FotoSchwarz-Gelb verschiebt das Fracking-Gesetz erneut: Am morgigen Mittwoch sollte es endlich so weit sein, die Koalition wollte ihren Entwurf zum umstrittenen Erdgas-Fracking in den Bundestag einbringen. Doch es wird wieder nichts: Die Einbringung ist erneut vertagt – um eine oder zwei Wochen. Hauptknackpunkt: der Schutz des Bodensees, der Trinkwasserlieferant für rund fünf Millionen Menschen ist.
Von Joachim Wille [mehr...]
Dienstag, 04. Juni 2013, 17:41 Uhr
Kein Fracking-Gesetz durch Schwarz-Gelb
FotoZumindest nicht mehr in dieser Legislatur: Die Unionsfraktion hat das Vorhaben abgeblasen [mehr...]

Werbung

Meinungen: Kommentar

Woidkes Irrweg

BildBrandenburg macht Nägel mit Köpfen in Sachen Welzow-Süd II. Ein Vertrag mit Vattenfall soll den geplanten Tagebau beschleunigen und den Widerstand aushebeln. Diese Vorwegnahme demokratischer Entscheidungsprozesse hat Muster und erinnert an DDR-Zeiten. Warum aber steckt die Landesregierung so viel Energie in die Protektion der Braunkohle und nicht in zukunftsfähige Alternativen?
Ein Kommentar von Benjamin von Brackel
[mehr...]

Meinungen: Standpunkte

Der Verlust der Stille

BildMit Windrädern, Solarparks und Biogasanlagen verschwindet die friedliche Gegenwelt zu unseren technisch organisierten urbanen Lebensräumen. Was bleibt, ist ein baulich-technischer Einheitsbrei. Ästhetische Freude an der Natur ist nur dort möglich, wo die Landschaft nicht gravierend von technischen Strukturen dominiert wird. Teil 5 der klimaretter.info-Debatte zur Ästhetik der Energiewende.
Ein Standpunkt von Werner Nohl, Landschaftsarchitekt aus München
[mehr...]

mehr...

Bild
Serie

Leben mit der Katastrophe

Erdbeben, Tsunami, Atomunfall: Vor drei Jahren gingen die Nachrichten von der Katastrophe in Fukushima um die Welt. Der dreifache Super-GAU in Japan brachte das Aus für die deutschen AKW. Doch jetzt will Japan seine Reaktoren wieder hochfahren. Und die Nöte der Betroffenen scheinen auch bei uns vergessen. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Die Energiewende nicht abwürgen!

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist mit seinen Plänen zur EEG‑Reform dabei, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu kappen. Das würde Kohlestrom noch attraktiver machen und die Debatte über Atomkraftwerke wieder anfachen. Dagegen formiert sich Widerstand, bei dem jede Unterschrift zählt. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Aktuell finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Warschau ermöglicht. [mehr...]

Werbung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Wie Crowdfunding die Energiewende voranbringt
LC Bioenergie 3 600"Vielleicht haben wir zu spät auf erneuerbare Energien gesetzt", gab RWE-Chef Peter Terium kürzlich zu. Während Politik und Großkonzerne die Energiewende viel zu zögerlich angehen, werden immer mehr Bürger selbst aktiv. Für Menschen, denen eine Energiegenossenschaft zu aufwendig ist, gibt es jetzt ganz neue Wege, die eine Teilhabe einfacher als je zuvor machen. [mehr...]

RWE: Den Bürger mimen

Heute geht es um Bürgerenergie. In Deutschland waren Ende 2012 insgesamt 47 Prozent der installierten Ökostromleistung in Deutschland nach der Eigentümerstruktur Bürger-Energieanlagen – installiert von Privatleuten oder Genossenschaften. Das geht zumindest aus einer Studie hervor, die auf der Internetseite die-buergerenergiewende.de zu[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Atomkatastrophe Fukushima - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Klimakonferenz-Specials

Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Putin will mehr Militär in der Arktis

Russlands Präsident will Schiffe und U-Boote "der neuen Generation" hinter den Nordpolarkreis verlegen [mehr...]
Energie

Bild
RWE finanziert britischen Solarpark

Auf stillgelegtem Militärflughafen entsteht eine der größten Freiland-Anlagen in Großbritannien [mehr...]
Protest

Bild
Borschemich soll wieder wachsen

Ein Widerstandsfest will Gemüse in dem todgeweihten Dorf im Rheinischen Braunkohlerevier anbauen [mehr...]
Wirtschaft

Bild
Apple fast vollständig erneuerbar

Die Rechenzentren des IT-Konzerns werden vollständig, die Produktionsanlagen zu 94 Prozent mit Ökostrom versorgt [mehr...]
Mobilität

Bild
Österreich will Mobilitätswende in Europa

Europäische Verkehrs-, Umwelt- und Gesundheitsminister treffen sich unter dem Dach der UN in Paris [mehr...]
Forschung

Bild
Klimafreundlichere Kamele

Kamele stoßen beim Wiederkäuen weniger Methan aus als gedacht, ergibt eine schweizerische Studie [mehr...]
Umwelt

Bild
Neue Auflagen für Kohlekraftwerk Eemshaven

Das höchste Verwaltungsgericht der Niederlande entzieht dem RWE-Kraftwerk teilweise die naturschutzrechtliche Genehmigung [mehr...]
Ernährung

Bild
Agrarindustrie noch klimaschädlicher

Ein internationales Forscherteam weist nach, dass die Intensivierung der Landnutzung zu einer Erwärmung der Erdoberfläche führt [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
Woidkes Irrweg

Brandenburg macht Nägel mit Köpfen in Sachen Welzow-Süd II. Ein Vertrag mit Vattenfall soll den geplanten Tagebau beschleunigen und den Widerstand aushebeln. Diese Vorwegnahme demokratischer Entscheidungsprozesse hat Muster und erinnert an DDR-Zeiten. Warum aber steckt die Landesregierung so viel Energie in die Protektion der Braunkohle und nicht in zukunftsfähige Alternativen?
Ein Kommentar von Benjamin von Brackel
[mehr...]
Standpunkte

Bild
Energiewende: Abbruch statt Durchbruch

Die Energiewende ist auf die schiefe Bahn geraten – doch die Regierung verpasst den erneuerbaren Energien nur einen noch festeren Deckel. Die Lage ist ernst: Mit Geld und Kontakten hat die alte Lobby ihren Einfluss zurückgewonnen. Nicht nur Politiker und Medien spielen mit, auch viele Umweltverbände haben sich zu lange einlullen lassen.
Ein Standpunkt von Marco Bülow, SPD-Bundestagsabgeordneter
[mehr...]
Rezension

Bild
"Bitte bekommt keine Kinder"

Ein Fotojournalist aus dem Wendland ist nach Fukushima gereist. Herausgekommen sind 17.000 Bilder und 44 Reportagen, aus denen er ein eindrucksvolles Buch gemacht hat. Es zeigt, was in den meisten Fällen ausgeblendet wird: das Elend nach der Katastrophe. Teil 7 unserer Serie zum dritten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima
Eine Rezension von Lea Meister
[mehr...]
Kolumnen

Bild
Raus die Knete, gönnt euch was!

Es gibt einen neuen Megatrend: Konsumverzicht. Nun, da ihn auch der Spiegel aufs Titelblatt gehoben hat, reden endlich alle darüber. Doch eigentlich ist der Trend damit schon wieder vorbei. Demnächst kann man Verzichts-Ratgeber kaufen und für teures Geld Verzichts-Kurse buchen – und der Gegentrend steht auch schon vor der Tür. 
Eine Kolumne von Georg Etscheit
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Irritierender IPCC-Bericht, japanische Ökoenergieskepsis und eine Umfrage

Kalenderwoche 16: Nach dem neuen Sachstandsbericht des Weltklimarats warnt Matthias Willenbacher, Gründer des Projektentwicklers juwi und Mitherausgeber von klimaretter.info, allzu viel Hoffnung auf Atomkraft und CCS zu setzen. Stattdessen sollte Deutschland entschlossen den Ausbau der Erneuerbaren vorantreiben und die EEG-Reform nachbessern – auch um Ländern wie Japan ein Vorbild zu sein. [mehr...]