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Lastmanagement

Das Lastmanagement oder Demand Side Management dient dazu, Energieangebot und Energienachfrage in jedem Moment genau aufeinander abzustimmen. Wenn abends die Fernsehbildschirme oder mittags die Großküchen in großer Zahl anspringen, müssen die Kraftwerksbetreiber reagieren, indem sie mehr Strom ins Netz einspeisen. Hierzu dienen --> Reservekraftwerke, die sich schnell hochfahren lassen, wie etwa Gasturbinenkraftwerke. --> Pumpspeicherwerke oder Druckluftspeicherkraftwerke erfüllen die gleiche Aufgabe. 

Eine andere Möglichkeit des Lastmanagements besteht darin, ganz gezielt den Stromverbrauch zu beeinflussen. Ein Kühlhaus etwa kann in Zeiten von hohem Stromangebot stärker heruntergekühlt und dafür bei knapperem Stromangebot für kurze Zeit abgeschaltet werden. Mit günstigeren Tarifen, die Energiekonzerne laut Gesetz als sogenannten Schwachlasttarif anbieten müssen, sollen auch die Haushalte in das Lastmanagement einbezogen werden. Sie sollen hierdurch einen Anreiz bekommen, ihre Waschmaschinen, Trockner und Spülmaschinen dann laufen zu lassen, wenn die Wirtschaft schläft.

Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energiequellen wird das Lastmanagement anspruchsvoller, da zumindest Sonne und Wind ihre Energie in stetem Auf und Ab zur Verfügung stellen.

Energie-Lexikon: Lastmanagement

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