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Contracting

Aus dem Englischen: to contract = einen Vertrag schließen.

Es geht beim Contracting um eine vertraglich vereinbarte Versorgung mit Energie in Form von Strom, Wärme oder Kälte von Gebäuden oder Betrieben – zu beiderseitigem Nutzen. So bietet ein Dienstleister als Contractor dem Hausbesitzer oder Firmeninhaber Investitionen an, der die Energieversorgung des Objektes effizienter macht. Effizienzgewinne von 30 Prozent sind dabei keine Seltenheit.

Der Contractor erhält als Gegenleistung den Gegenwert der reduzierten Energiekosten – für einen vertraglich vereinbarten Zeitrahmen. Danach kann sich der Gebäudebesitzer das eingesparte Geld selbst in die Tasche stecken. Am häufigsten werden öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Schulen, Behörden über Contracting versorgt – einfach, weil den Komunen oft die Mittel fehlen, selbst zu investieren.

Es gibt verschiedene Contracting-Modelle:

  • Energiespar-Contracting

Hier investiert der Contractor in Dämmung, Anlageneffizienz und Stromspartechnik, die Energieeinsparungen zur Folge haben. Seine Entlohnung bestimmt sich aus der Höhe der durch die Maßnahmen eingesparten Energiekosten.

  • Anlagen-Contracting

Der Contractor baut oder betreibt bei diesem Vertrag eine Anlage zur Versorgung eines Gebäudes mit Energie (zum Beispiel Heizkessel, --> Blockheizkraftwerk, Hackschnitzel-Anlage). Hierfür bekommt er die festgelegte Vergütung für die gelieferte Energie (Wärme, Strom, Kühlung).

Durch günstige Vertrags- und Vergütungsgestaltung kann der Anreiz beim Contractor sehr groß sein, möglichtst effiziente Anlagen mit hohem Einsparpotenzial zu errichten. Denn je höher die Ersparnis bei den Energiekosten, desto höher sein Gewinn.

Nach dem Ende der Vertragslaufzeit profitiert der Gebäudeeigentümer in vollem Umfang allein von den Maßnahmen.

Die Einsparungen haben aber nicht nur für das Bankkonto positive Auswirkungen. Auch das Klima profitiert dabei, wie sich am Beispiel der kommunalen Gebäude zeigen lässt. Sie haben mit bis zu zehn Prozent einen erheblichen Anteil am gesamten kommunalen Energieverbrauch. Untersuchungen des Umweltbundesamtes haben ergeben, dass sich hier bis zu 30 Prozent CO2 einsparen lassen – ohne zusätzliche Kosten oder Investitionen.

 
Bisherige Beiträge zu Contracting siehe unten

Wikipedia: Contracting

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