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Pumpspeicherwerk

Pumpspeicherwerke sind Anlagen, die Strom aus
--> Grundlastkraftwerken in potenzielle Energie umwandeln und dadurch speichern können. Im Bedarfsfall kann aus der potenziellen Energie wieder Strom gewonnen werden.

Grundlastkraftwerke wie Atom- und Kohlekraftwerke lassen sich nur schwer regeln, das heißt, sie können nicht nach Bedarf schnell hoch- oder heruntergefahren werden. Deshalb produzieren sie vor allem nachts mehr Strom, als gebraucht wird. Dieser Strom treibt in Pumpspeicherwerken eine Pumpe an, die Wasser in ein höher gelegenes großes Wasserbecken – zum Beispiel auf einem Berg – befördert und so in Form von potenzieller Energie speichert.

Zu --> Spitzenlastzeiten, wenn kurzfristig besonders große Mengen Strom gebraucht werden, stürzt das Wasser über Rohrleitungen aus dem höher gelegenen Becken nach unten und treibt dort wie in einem Wasserkraftwerk eine Turbine an, die über einen Generator wieder Strom erzeugt.

Spitzenlastzeiten liegen zum Beispiel in den Morgenstunden, wenn viele Menschen aufstehen, oder abends, wenn sie heimkehren und es dunkel wird. Weil dann der Strom mehr kostet als in der Nacht, lohnt sich für die Kraftwerksbetreiber häufig der Aufwand, diese Anlagen zu unterhalten, obwohl ihre Energieverluste bis zu 25 Prozent betragen.

Pumpspeicherkraftwerke leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Stromnetze.

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien haben Speichertechnologien eine wachsende Bedeutung, da --> Wind- und --> Sonnenenergie fluktuieren, das heißt verhältnismäßig unstetig zur Verfügung stehen.

Aus der Sicht des Naturschutzes sind Pumpspeicherwerke problematisch, da der Bau der großen Wasserbecken und Rohrleitungen meist erhebliche Eingriffe in die Natur mit sich bringt.


Wikipedia: Pumpspeicherkraftwerk

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