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SIDS – Small Island Developing States

Die Gruppe der SIDS (Small Island Developing States – "Kleine Inselentwicklungsländer") umfasst 52 Inselstaaten und Küstenanrainer in Afrika, der Karibik und Ozeanien. Die Gruppe eint vergleichbare sozio-ökonomische Bedingungen wie geringe Bevölkerung, Rohstoffmangel, abgelegene Lage, wirtschaftliche Abhängigkeit und ökologische Verwundbarkeit. Einige von ihnen gehören zu den --> LDCs, den ärmsten Ländern der Welt. Die Gruppe wurde auf dem Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro erstmalig im UN-Rahmen anerkannt und traf sich 1994 auf der globalen Konferenz zur Nachhaltigen Entwicklung der SIDS in Barbados. Bereits zuvor waren viele in der --> Alliance of Small Island States (AOSIS) organisiert.

Die Länder sind vom Klimawandel besonders betroffen, nicht nur durch steigende Meerespegel, sondern auch durch die prognostizierte Zunahme der Extremwetterlagen. Auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen setzten sich deshalb neben dem Gruppen-Wortführer Tuvalu mehr als einhundert weitere Länder für eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad ein – und damit für viel drastischere Einschnitte für die Industriestaaten.

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