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LDCs – Least Developed Countries

Die ärmsten Länder der Welt heißen im Fachjargon der Vereinten Nationen LDCs – Least Developed Countries, am wenigsten entwickelte Länder. Im Jahr 2013 zählten 48 Länder zu den LDCs, davon 34 in Afrika, aber auch Afghanistan, Bangladesch, Nepal, Haiti oder die Salomonen. Der Begriff ist nicht deckungsgleich mit den weit freier genutzten Termini "Dritte Welt" und "Entwicklungsländer", sondern unterliegt strikten Kriterien.

Darunter:

  1. Armut: Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf liegt im Drei-Jahres-Mittel unter 952 US-Dollar. Länder die aufstiegen wollen, müssen mehr als 1.190 US-Dollar für die gleiche Dauer vorweisen.
  2. Unterentwicklung: Ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung ist unterernährt, die Kindersterblichkeit ist hoch, Schulanfängerquote und Alphabetisierung sind niedrig.
  3. Wirtschaftliche Schwäche: Instabile Landwirtschaft und häufige Naturkatastrophen mit anschließenden Flüchtlingswellen, kaum Export, hoher Anteil von Landwirtschaft und Fischerei am Bruttoinlandsprodukt, kaum Produktion, wirtschaftliche Abhängigkeit.

Ein Land, das in allen drei Punkten verschiedene Messlatten überschreitet, kann vom LDC-Status avancieren. Bisher haben das Botswana 1994, Kap Verde 2007, die Malediven 2011 und Samoa 2014 geschafft. Kandidaten für baldigen Aufstieg sind derzeit Äquatorial-Guinea, Tuvalu und Vanuatu.

LDC-Report der Vereinten Nationen (2013)

Wikipedia: Least Developed Countries

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