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El Niño

Als El Niño bezeichnet man ein globales Wetterphänomen. Herrschen El-Niño-Bedingungen, ist die Oberfläche in einem Teil des tropischen Pazifiks monatelang mindestens ein halbes Grad Celsius wärmer als sonst, woraufhin sich die Strömungsrichtung des Meeres – normalerweise von Peru nach Indonesien – umkehrt.

Die dann von Südostasien nach Südamerika fließenden riesigen Mengen warmen Wassers können in großen Teilen der Erde Wetterextreme hervorrufen. In vielen Regionen drohen Dürren, was beispielsweise in Indonesien oder Australien zu riesigen Waldbränden führen kann. In anderen Gebieten wiederum verursachen starke Niederschläge Überschwemmungen, typischerweise an den Westküsten von Nord- und Südamerika. Auch --> Wirbelstürme können durch einen El Niño verursacht oder verstärkt werden, beispielsweise im Golf von Mexiko.

Die Erwärmung des Meerwassers hat auch Auswirkungen auf die Meeresökologie. So kommt es zu einem Massensterben von Plankton und damit entsprechend der Nahrungskette auch von Fischen und Seevögeln. Das Warmwasser lässt auch Korallen absterben, etwa am Great Barrier Reef vor der Ostküste Australiens. Oft ist die globale (Luft-)Temperatur während eines El Niño und einige Monate danach besonders hoch.

Ein El Niño tritt alle drei bis sieben Jahre auf. Die Strömungsänderung ist kein Phänomen der globalen Erwärmung, verstärkt sie und ihre Folgen aber zumindest vorübergehend.

Wikipedia: El Niño

Bildungsserver Klimawandel: El Niño

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