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Power-to-Gas – PtG

Als Power-to-Gas (PtG) wird ein technologisches Verfahren bezeichnet, bei dem brennbare Gase wie Wasserstoff oder --> Methan mithilfe überschüssiger elektrischer Energie hergestellt werden. Es handelt sich um eine Form der chemischen Energiespeicherung. 

Stammt die überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen, bezeichnet man die produzierten Gase auch als EE-Gas, wobei EE für erneuerbare Energien steht. In besonderen Fällen spricht man auch von Windgas bei der Nutzung von Windenergie, bei Solarenergie von Solargas.

Die Herstellung erfolgt in zwei Schritten, mit der Elektrolyse als erstem Schritt, wobei aus gewöhnlichem Wasser das brennbare Gas Wasserstoff gewonnen wird. Der zweite Schritt ist die Methanisierung, bei der Wasserstoff mit Kohlendioxid zu Methan synthetisiert wird, ein enorm energieaufwendiger Prozess.

Das Power-to-Gas-Konzept ist energiewirtschaftlich interessant, weil die Infrastruktur zur Speicherung und Nutzung des erzeugten Gases bereits vorhanden und darüber hinaus sehr vielfältig ist: Gasnetz, Kraftwerke, Wärmeerzeugung, Mobilität. Das trifft auf die meisten anderen Speichertechnologien, wie etwa --> Pumpspeicherkraftwerke oder Batterien, nicht zu.

Kritiker beklagen den vergleichsweise geringen --> Wirkungsgrad von etwa 36 Prozent sowie hohe Kosten und die bis dato fehlende großtechnische Anwendung der Technologie. Befürworter argumentieren dagegen mit ihrer multifunktionalen Anwendbarkeit: So liefert Power-to-Gas neben der Speicherfunktion auch noch die Möglichkeit als flexibler Stromverbraucher und Stromerzeuger die schwankende Erzeugung aus Sonne und Wind auszugleichen und damit das Stromnetz zu stabilisieren.

Wikipedia: Power-to-Gas

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