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Arktis

arctic_ocean.pngGebiet nördlich von 66° 33′ 39″ Nord. Die Neigung der Erdachse und die Umlaufbahn unseres Planeten sorgen dafür, dass hoch im Norden im Winter die Sonne nicht über den Horizont klettert. Je weiter nördlich, desto länger dauert die Polarnacht. Am Nordpol währt sie ein halbes Jahr, von Herbstanfang bis Frühlingsbeginn. Entsprechend lang sind dafür im Sommer die Tage. 

Für den Wärmehaushalt der Arktis hat das zur Folge, dass die Region im Winter sehr stark auskühlt, da sie kaum Einstrahlung von der Sonne erhält, aber wie alle Zonen des Planeten Energie in Form von Wärmestrahlung an den Weltraum abgibt. Hinzu kommt, dass der arktische Ozean vom Wasseraustausch mit den anderen Meeren weitgehend abgeschlossen ist. Daher kann die Auskühlung auch nicht durch Wärmezufuhr aus dem wärmeren Süden ausgeglichen werden. (Einzige Ausnahme hiervon sind die Gewässer vor Nordnorwegen, die durch die Ausläufer des Golfstroms, der dort Nordatlantikstrom heißt, erwärmt werden.) Daher friert das Polarmeer im Winter zu und war bis vor kurzem in seinen zentralen Bereichen ganzjährig mit Eis bedeckt. 

Im Sommer ist hingegen die Einstrahlung durch die Sonne sehr hoch. Da sie fast 24 Stunden am Tag scheint, gleicht die Tageslänge den Effekt aus, dass die Sonne nur relativ niedrig über dem Horizont steht. Allerdings wird – bisher noch – ein erheblicher Teil der Sonnenstrahlung vom Eis reflektiert, sodass sich die sommerliche Erwärmung in Grenzen hält. Die --> Albedo des arktischen Meereises beträgt im Schnitt ungefähr 60 Prozent. (In der Antarktis ist sie höher, weil sich dort im Sommer keine Wasserlachen auf dem Eis bilden.) 

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Eisbedeckung der Arktis am 19. September 2008. (Abbildung: Universität Bremen)

Wikipedia: Arktis

Bildungsserver Klimawandel: Arktisches Meereis

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