CO₂-Intensität

Die CO2-Intensität ist der Kohlendioxid-Ausstoß im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Der Indikator misst, wie viel CO2 im Verhältnis zur Produktion beziehungsweise zum Verbrauch der Gesamtwirtschaft ausgestoßen wird.

Die CO2-Intensität ermöglicht damit eine Bewertung der Stoffflüsse. Wenn trotz Wirtschaftswachstum die Kohlendioxid-Emissionen sinken oder gleich bleiben, bedeutet das – bei sonst gleichen Bedingungen – eine abnehmende CO2-Intensität der ökonomischen Prozesse. Bei einem starken Wachstum ist es auch möglich, dass die CO2-Intensität sinkt, aber der CO2-Ausstoß in absoluten Zahlen steigt. Das ist zum Beispiel in China der Fall, einem boomenden Schwellenland mit sehr starkem fossilen Energiesektor. Als Klimaziele bevorzugen solche Schwellenländer deshalb die Senkung der CO2-Intensität – statt einer Senkung der absoluten CO2-Emissionen.

Um das --> Zwei-Grad-Ziel noch zu erreichen, muss Wirtschaftsprüfern zufolge die CO2-Intensität bis zum Ende des Jahrhunderts jedes Jahr um sechs Prozent sinken – im globalen Durchschnitt gesehen. Von 2008 bis 2013 ist die CO2-Intensität aber nur um 0,7 Prozent im Jahr zurückgegangen. In Deutschland waren es 1,7 Prozent, in den sieben wichtigsten Schwellenländern 0,4 Prozent. Sollte sich daran nicht bald etwas ändern, wird die Welt das von der Klimaforschung errechnete CO2-Budget für dieses Jahrhundert schon im Jahr 2034 verbraucht haben. Das würde zu einem nicht mehr beherrschbaren Klimawandel führen.

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