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Wälder

In Europa und Nordamerika sind Wälder im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit großflächig abgeholzt worden. Heute setzt sich die Entwaldung in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Indonesien oder Brasilien und in Zentralafrika fort. 

Neben vielen anderen ökologischen Problemen hat die Entwaldung auch Auswirkungen auf die --> Kohlendioxid-Konzentration der Atmosphäre. Wenn Holz verbrennt oder verrottet, wird das Treibhausgas freigesetzt. Wächst nicht im gleichen Maße Holz nach, führt dieser Prozess – wie auch die Verbrennung fossiler Energieträger – zu einer Anreicherung des Kohlendioxids in der Atmosphäre. 

Ungewiss ist, wie sich die Wälder in einem veränderten Klima verhalten werden. Geraten sie durch Trockenheit oder zu schnelle Verschiebung der Klimazonen unter Stress, so ist zu erwarten, dass die Biomasse abnimmt und zusätzliches Kohlendioxid freigesetzt wird. Ebenso hat sich bereits in Experimenten gezeigt, dass höhere Kohlendioxid-Konzentrationen in der Luft und höhere Temperaturen die Zersetzung des organischen Materials im Boden durch Bakterien und Pilze beschleunigen. Dadurch könnte der Waldboden zu einer zusätzlichen Kohlendioxid-Quelle werden. Andererseits könnte unter ansonsten nicht allzu ungünstigen Bedingungen ein höherer Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre einen Düngeeffekt auf die Wälder haben. Das Wachstum wird beschleunigt, wodurch der Luft mehr Kohlendioxid entnommen wird. Welcher Effekt überwiegen wird, ist offen und Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Debatten.

Siehe auch --> Senke, --> REDD

Bildungsserver Klimawandel: Wälder

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