Methan

Methan (CH4) ist ein --> Treibhausgas, das deutlich intensiver, aber zum Glück nicht so häufig wie --> Kohlendioxid (CO2) ist. Rechnerisch hat eine Tonne Methan innerhalb von 100 Jahren in der Atmosphäre dieselbe Wirkung wie 28 bis 34 Tonnen Kohlendioxid, so der IPCC in seinem Fünften Sachstandsbericht, Band 1, Kapitel 8.7.1.4.

Die Konzentration von Methan in der Atmosphäre hatte ein vorindustrielles Niveau von 715 Milliardstel Volumenanteilen (ppb, parts per billion, Teile pro Milliarde). Bis 2005 ist die Methan-Konzentration auf 1.774 ppb angestiegen, allerdings hat sich die Wachstumsrate im letzten Jahrzent deutlich abgeschwächt. Die natürliche Methan-Konzentration bewegte sich in den letzten 650.000 Jahren stets zwischen 320 ppb und 790 ppb. 

Methan hat verschiedene --> anthropogene Quellen: Es entweicht entweder aus den vielen undichten Erdgasleitungen und Bohrlöchern – denn Erdgas besteht im Wesentlichen aus Methan – oder entsteht in anaeroben Fäulnisprozessen, also dort, wo sich Pflanzenreste und Abfälle unter Ausschluss von Sauerstoff zersetzen. Letzteres geschieht zum Beispiel in Restmülldeponien, Reisfeldern, Stauseen und Rindermägen. Größte Methanquelle ist die Landwirtschaft. Allerdings hat die nachhaltige Weidehaltung auch positive Effekte für das Klima. Studien zufolge ist etwa die ganzjährige extensive Weidehaltung von Milchrindern klimafreundlicher als die intensive Stallhaltung.

Wissenschaftler warnen vor dem Auftauen der --> Permafrostböden in Nordamerika und Sibirien. Dies würde gigantische Mengen Methan freisetzen, die derzeit in der Erde "gefangen" sind.

Bildungsserver Klimawandel: Methan

Wikipedia: Methan

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