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Isotopenverhältnis

Isotope sind Varationen chemischer Elemente, die sich voneinander nur im Gewicht, aber nicht in den chemischen Eigenschaften unterscheiden. Ursache dafür ist die unterschiedliche Zahl der Neutronen im Atomkern. Weil sich schwere und leichte Isotope physikalisch anders verhalten - zum Beispiel verdunsten leichte Moleküle schneller -können Wissenschaftler aus dem Verhältnis zwischen schweren und leichten Isotopen etwas über die Bedingungen zur Entstehung eines Stoffes erfahren.

Klimawissenschaftler bestimmen beispielsweise die Isotopenverhältnisse von Wasser in den Eisschilden der Antarktis. Daraus können sie Rückschlüsse über die Temperatur zur Entstehungszeit des Eises ziehen. Wasser mit dem leichteren Sauerstoff 16O (sprich: O16; O steht für Sauerstoff, die hochgestellte Ziffer gibt das Atomgewicht an) verdunstet schneller. Eisschichten mit einem hohen Anteil von schwerem Sauerstoff (18O) stammen aus wärmeren Zeiten. Denn nur bei höheren Temperaturen verdunstet viel 18O-Wasser das dann zu Wolken wird, die dann über der Antarktis für Schnee sorgen.

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[Erklärung]  

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