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Nordatlantische Oszillation

Nordatlantische Oszillation bezeichnet die Schwankung des Druckverhältnisses über dem Nordatlantik zwischen dem Islandtief im Norden und dem Azorenhoch im Süden. Dieses Widerspiel erzeugt einen Westwind, der im Winter warme, feuchte Luftmassen nach Europa bringt. Bleibt die Zufuhr von warmer atlantischer Luft aber aus, gelangt kühle arktische Luft nach Europa.

Letzteres geschieht dann, wenn das Arktiseis im Sommer besonders stark schmilzt. Dann nämlich reflektieren die Sonnenstrahlen auf der offenen, dunkleren Wasserfläche weniger stark (Eis-Albedo-Rückkopplung) und das Meer absorbiert mehr Wärme. Wenn das Meer im Herbst und Winter die Energie wieder abgibt, erwärmen sich die unteren Luftschichten. Das aber bringt die Atmosphäre aus ihrem Gleichgewicht. Die Luftdruckmuster in der Arktis verschieben sich – so auch der Luftdruckgegensatz zwischen den mittleren Breiten und der Arktis, die Nordatlantische Oszillation. Eine Folge davon sind mehr härtere Winter in Europa.

Bildungsserver Klimawandel: Nordatlantische Oszillation

Wikipedia: Nordatlantische Oszillation

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