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Jacket

Als Jacket werden Fundamente für Offshore-Windräder bezeichnet, die in ihrer Konstruktion den an Land verwendeten Gittertürmen von Hochspannungsleitungen vergleichbar sind. Das Gerüst steht auf vier Metallpfählen, die tief im Meeresboden verankert sind. Dadurch wird ein Umfallen oder Abtreiben des Jackets verhindert.

Jackets eignen sich wegen ihrer hohen Widerstandskraft für Offshore-Windanlagen bis in eine Wassertiefe von 40 Metern. Bei einer Höhe von 57 Metern und einer Grundfläche von 17 mal 17 Metern wiegen sie rund 320 Tonnen. Im Testfeld Alpha Ventus kamen zwei unterschiedliche Fundamente zum Einsatz. Sechs Windräder wurden auf Jackets montiert, die anderen sechs auf sogenannten -->Tripods.

Im Vergleich zu Tripod-Fundamenten kommt ein Jacket mit einem Drittel weniger Stahl aus. Allerdings benötigt der Gitterturm aufgrund seiner vielen Kanten und Verstrebungen wesentlich mehr Wartungen an den Verbindungsteilen, da an diesen Schwachstellen eine erheblich höhere Korrosionsgefahr besteht.


Gitterstäbe ragen aus dem Wasser: Jacket-Gerüste in einem britischen Windpark. (Foto: Repower)

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