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RSPO – Roundtable on Sustainable Palm Oil

Der im Jahr 2004 auf Initiative der Naturschutzorganisation WWF gegründete Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (Roundtable on Sustainable Palm Oil, RSPO) hat das Ziel, nachhaltige Anbaumethoden für Palmöl zu fördern und so die Umweltschäden zu begrenzen. Der RSPO vergibt an Produzenten von Palmöl, die sich an gewisse Nachhaltigkeitsstandards halten, ein eigenes Siegel. Er gilt jedoch als industriedominiert, da zu seinen Mitgliedern 581 Unternehmen aus der Palmölwirtschaft zählen und nur 26 Umweltschutzorganisationen und andere NGOs vertreten sind.

2007 traten die RSPO-Prinzipien und Kriterien für die nachhaltige Produktion von Palmöl in Kraft. Ende 2008 war das erste zertifizierte Palmöl am Markt verfügbar. Bislang ist nur ein geringer Teil der Gesamtproduktion der RSPO-Mitglieder tatsächlich zertifiziert. Zudem kritisieren Umweltschutzorganisationen wie Robin Wood, dass der RSPO im Interesse der Mitgliedskonzerne nur sehr laxe Standards setze: So sei es generell erlaubt, Tropenwälder in Ölpalmen-Monokulturen umzuwandeln, nur Wälder mit einem "hohen Schutzwert" (High Conservation Value Forests) würden geschützt. "In der Praxis führt das zu großflächigen Kahlschlägen, unterbrochen von winzigen, miteinander vernetzten Schutzgebieten", kritisiert Robin Wood. "Die RSPO-Kontrolleuere sind außerdem nicht unabhängig, sondern werden von den Konzernen, die sie kontrollieren sollen, direkt bezahlt."

In einer gemeinsamen Erklärung kritisierten 256 Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsorganisationen aus aller Welt das Label massiv. Sie bezeichneten es als "Etikettenschwindel" und den RSPO als Greenwashing-Instrument. Die Organisationen betonen, dass riesige Plantagen aus Monokulturen von Palmölbäumen niemals nachhaltig sein könnten. Die Plantagen führen zu Entwaldung und in der Folge zum Verlust der biologischen Vielfalt, zu Überschwemmungen, schlimmeren Dürren, Bodenerosion, Gewässerverschmutzung und zum Aufkommen von Schädlingen infolge des Zusammenbruchs des ökologischen Gleichgewichts.

Vor allem in Südostasien haben die Rodungen von Regenwald und die Trockenlegung von Torfmooren gravierende Folgen für das weltweite Klima, da riesige Mengen an Kohlenstoffdioxid frei werden. So sieht auch die indonesische Umweltschutzorganisation Save our Borneo den RSPO als verlängerten Arm der Palmölkonzerne. Die beteiligten Unternehmen würden weiter Regenwälder zerstören, Ölpalmen-Monokulturen bewirtschaften und sich am Landraub mitschuldig machen. Besonders in der Kritik stehen der Lebensmittelkonzern Unilever und sein wichtigster Palmöllieferant Wilmar. Beide Firmen sitzen im Vorstand des RSPO. Ihnen wurde in der Vergangenheit mehrfach vorgeworfen, sich an der gewaltsamen Vertreibung von Menschen beteiligt zu haben.

Wikipedia: Roundtable on Sustainable Palm Oil

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[Erklärung]  

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