Kapitel 4: Kohlendioxid einen Preis geben
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Die meisten Informationen zu privaten Kohlenstoff-Konten gibt es leider nur in englischer Sprache: Unter www.tyndall.ac.uk/research/theme2/final_reports/t3_22.pdf findet sich eine Studie des Tyndall-Centers for Climate Change Research, in der private Emissionshandelssysteme sowohl grundsätzlich (z.B. die Frage sozialer Gerechtigkeit) als auch praktisch (Effizienz, technische Machbarkeit etc.) untersucht. Auf mehr als 40 Seiten hat das britische Umweltministerium verschiedene Modelle von Kohlenstoffkonten verglichen (www.defra.gov.uk/.../pca-scopingstudy.pdf) und den Stand der Debatte zusammengetragen. Am Ende entwirft das Papier einen groben Zeitplan für die Einführung von Kohlenstoffkonten. Auf www.teqs.net stellt der Mitgründer der britischen Grünen, David Fleming, sein Modell ausführlich vor – unter „Download“ gibt es dort eine vielleicht etwas zu ausführliche, aber gut verständliche Broschüre.
Die US-amerikanischen Initiative "Sky-Trust" hat das Prinzip leicht abgewandelt: Der Himmel über Amerika gehöre den Bürgern, argumentiert die Organisation, und wenn die Industrie ihn verschmutzen will, müsse sie dafür zahlen. Die Erlöse aus der Versteigerung der Verschmutzungsrechte sollen – typisch amerikanische Staatsskepsis – nicht an die Regierung gehen, sondern unter allen Bürgern aufgeteilt werden. (www.usskytrust.org) Das Buch „Kyoto Plus. So gelingt die Klimawende“ von Lutz Wicke u.a. (Verlag C.H. Beck, München, 2006, 19,90 €) überträgt die Idee von gleichen Emissionsrechten auf die globale Ebene und schlägt es als Grundlage einer Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll vor. Falls Sie ermitteln wollen, wie Ihr derzeitiger „Kohlenstoff-Verbrauch“ aussieht oder ob Sie mit einem Budget von 4.000 Kilogramm pro Jahr auskommen würden – unter www.bayern.de/lfu/luft/co2_rechner/index.html finden Sie einen Online-Rechner für Kohlendioxid. |
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