Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Das Klima hätte Romney gewählt!

 

Von Michael Schwarz, Biologe und Experte für Global Change Management

 

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein Albtraum für Klimaschützer. Das Land hat die dritthöchsten CO2-Emissionen pro Kopf, international agiert es als Blockierer von Klimaabkommen. Tonnenschwere Allradfahrzeuge, fleischlastige Ernährung und Konsumwahn gelten als "way of life". Und keine Besserung in Sicht, im Gegenteil. Die Klimadebatte in den USA ist festgefahren in ideologischer Erstarrung und Ignoranz. Klimaschutz gilt weitläufig als kommunistische Verschwörung und als Vernichter von Arbeitsplätzen.

Mit Romney wäre alles nur noch schlimmer geworden, so die Meinung unter Klimaschützern. Kurzfristig ja – langfristig nein, behaupte ich. Man mag mich für diese Gedanken für verrückt erklären, aber die bittere Wahrheit ist doch die folgende:

Klar, Romney hätte die Blockade der Klimaverhandlungen verschärft, er hätte die amerikanische Umweltbehörde EPA abgeschafft, die Pipeline zur Ausbeutung kanadischer Ölsande genehmigt, die Entstehung grüner Industrien zugunsten der Öl- und Kohlelobby unterdrückt und vieles mehr. Kurz, das Thema nationale und internationale Klimapolitik wäre für mindestens vier weitere Jahre auf Eis gelegt worden und die Emissionen der USA wie global wären weiter ungebremst angestiegen.

Aber was war und ist an Obamas Klimaschutzpolitik wirklich besser? Auch Obama steht für die Verschwendungssucht und den Ölhunger des "American Way of Life". Auch er ist letztendlich ein Produkt der Wallstreet. Auch er hat den Klimaschutz klammheimlich beerdigt. Er schürt lediglich die Hoffnung auf eine schleichende "grüne" industrielle Revolution und tendenziell größere Kompromissbereitschaft zugunsten eines internationalen Klimaabkommens.

Dennoch oder gerade deswegen – das Siechtum internationaler Klimapolitik wird einfach weitergehen. Der Unterschied zwischen den beiden Kandidaten: Obama ist Pflegestufe 3, Romney ist Palliativstation.

Dabei braucht es eine Politik ganz anderer Dimension, um die kommende Megakrise eines sich selbst beschleunigenden Klimawandels noch irgendwie im Zaum zu halten. Dringend nötig wäre eine rasche Dekarbonisierung der Wirtschaft, die Abkehr vom neoliberalen Wachstumszwang, die Aufgabe nationaler Interessen- und Klientelpolitik zugunsten globaler Gerechtigkeitspolitik. Und Amerika als dessen Vorreiter.

Die Realität ist Business as usual, während die Klimabombe tickt. Deswegen braucht es dringend ein radikales Umdenken und das Ende zweier großer Illusionen.

1. Das Ende der Illusion, dass es jemals eine globale und ambitionierte Klimapolitik geben wird, die der Dynamik und den Folgen des Klimawandels gerecht wird.

2. Und das Ende des neoliberalen Wirtschaftsmodells, für das insbesondere die USA als zweifelhaftes Vorbild dienen.

Diese Einsicht wird sich weder durch kollektive Vernunft noch durch die Warnungen einer kritischen Minderheit und schon gar nicht durch eine moderate Politik à la Obama durchsetzen.  Zu groß sind die Macht von Big Oil & Co., der Einfluss von Marketing und Medien und die Gewohnheit der Konsumenten. Und zu groß die Versuchung der Umweltorganisationen, auf eine Wende der kleinen Schritte zu hoffen und weitere Jahre für Systemkosmetik zu vertrödeln.

Was es braucht, ist ein radikaler Wandel, ein neues Gesellschaftsmodell auf der Basis eines konsequenten Humanismus, globaler Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit. Oder als Umkehrschluss, es braucht den Kollaps des neoliberalen Modells als Verursacher der Klimakrise.

Warum aber sollte in diesem Sinne nun ausgerechnet Romney die bessere Wahl sein?

Das "alte" Amerika ist ein zerrissenes, an sich selbst krankendes Land. Gigantische Militärausgaben, ein dramatisches Defizit öffentlicher Finanzen, ein drohender Handelskrieg mit China, eine aufgeblähte Finanzindustrie, ideologischen Grabenkämpfe, extreme Ungleichheit von Einkommen und Eigentum, demokratische Institutionen in den Händen von Lobbyisten und Wall Street, eine bedrohliche Schieflage der Handelsbilanz und so weiter. Die Krise ist systembedingt und wird definitiv schlimmer, fraglich ist nur der Zeitpunkt des Kollapses. Romney hätte den ökonomischen und sozialen Selbstmord Amerikas höchstwahrscheinlich um einiges beschleunigt. Und damit das Ende an den Glauben der neoliberalen Wachstumsideologie.

Auch wenn es zynisch klingt – im Sinne der Klimakrise wäre dies eine große Chance. Je schneller der Ruin, um so schneller die Chance zur radikalen Reform. Dieses Land, wie auch der Rest der Welt, braucht nicht nur eine Reform seiner Institutionen und politischen Kultur, es braucht eine komplette Generalüberholung seiner Werte, eine kulturelle Revolution. Ob die USA dabei endgültig als ökonomische Supermacht untergehen oder als Vorreiter einer postkapitalistischen Gesellschaft wiedergeboren werden, steht in den Sternen. So oder so, es wird dem Rest der Welt eine unmissverständliche Botschaft vermitteln.

Die Frage ist nur, ob es für Klima und Ökosysteme bis dahin noch nicht zu spät ist.

Und deshalb hätte das Klima lieber Romney gewählt.


"Auch wenn es zynisch klingt, im Sinne der Klimakrise ist dies eine große Chance. Je schneller der Ruin, um so schneller die Chance zur radikalen Reform." (Foto: Eva Zschirnt)
comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Mittwoch, 10. Juli 2013, 17:28 Uhr
Altmaier: "Ich will doch gar nicht bremsen"
FotoBundesumweltminister Peter Altmaier steht gehörig unter Druck: Kritiker werfen ihm vor, er wolle mit seinen Deckelungs-Plänen die Energiewende abwürgen, während in Brüssel Kanzlerin und Wirtschaftsminister beim Klimaschutz auf die Bremse treten. Im klimaretter.info-Interview erklärt er sich.
Interview: Benjamin von Brackel und Toralf Staud
[mehr...]
Montag, 02. Juni 2014, 15:32 Uhr
Barack Obama will sich Kohle sparen
 BildDer US-Präsident gibt ein ehrgeiziges Programm zum Klimaschutz bekannt. Damit sollen die Kraftwerke in den USA im Jahr 2020 ein Viertel weniger Treibhausgase produzieren als 2005. Vor allem die rund 600 Kohlekraftwerke in den USA sollen ihren Ausst0ß deutlich reduzieren. 
Von Sandra Kirchner [mehr...]
Donnerstag, 14. Februar 2013, 13:46 Uhr
Klimaschutz per Dekret
In seiner Rede zur Lage der Nation trat US-Präsident Barack Obama wieder als der Klimaschützer auf, der er ursprünglich einmal war. Die Chancen, dass er in seiner zweiten Amtszeit mehr erreicht als in den ersten vier Jahren, stehen durchaus gut. 
Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Donnerstag, 08. November 2012, 08:04 Uhr
Obamas Oberwasser
Da ist sie wieder, die Hoffnung, dass Obama ein Versprechen erfüllt, das er vor seiner ersten Wahl gemacht hat: für einen effektiven Klimaschutz im Land zu sorgen. Hoffentlich entpuppt sich das nicht wieder als bloße Rhetorik.
Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Mittwoch, 30. Juli 2014, 17:39 Uhr
US-Regierung warnt vor Umweltkosten
BildWenn ambitionierter Klimaschutz ausbleibt, kostet das die Allgemeinheit deutlich mehr, rechnet eine Studie aus dem Weißen Haus vor [mehr...]
Donnerstag, 01. November 2012, 16:01 Uhr
US-Wahl – Teil 1: Energiewende amerikanisch
In der Klimapolitik ist die Bilanz von Präsident Barack Obama enttäuschend – doch nur auf den ersten Blick. Tatsächlich ist der Ausstoß von Treibhausgasen landesweit deutlich gesunken. Und beim Ausbau der Erneuerbaren überflügeln die Staaten inzwischen sogar das Energiewende-Land Deutschland. Teil 1 unserer vierteiligen Analyse-Serie zur US-Wahl am kommenden Dienstag.
Aus Washington Arne Jungjohann und Rebecca Bertram [mehr...]
Montag, 05. November 2012, 10:38 Uhr
US-Wahl – Teil 3: Es geht nicht nur um Obama
Am 6. November werden nicht nur Präsident und Kongress neu gewählt. In vielen Bundesstaaten stehen außerdem Landesparlamente, Gouverneure und Volksbegehren zur Wahl. Dabei geht es auch um klima- und energiepolitische Entscheidungen, die für die USA insgesamt richtungsweisend sind. Teil 3 unserer vierteiligen Analyse-Serie zur US-Wahl am kommenden Dienstag.
Aus Washington Arne Jungjohann und Rebecca Bertram [mehr...]
Dienstag, 06. November 2012, 10:10 Uhr
US-Wahl – Teil 4: Chancen für Europa
Ausblick: Egal wer die Präsidentschaftswahl für sich entscheidet, eine ambitionierte Klima- und Umweltpolitik ist von den USA in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Europa muss zum ökologischen Vorreiter werden – und zeigen, dass man damit erfolgreich sein kann. Teil 4 unserer vierteiligen Analyse-Serie zur US-Wahl am heutigen Dienstag.
Aus Washington Arne Jungjohann und Rebecca Bertram [mehr...]
Mittwoch, 24. Oktober 2012, 10:57 Uhr
US-Wahlkampf pfeift auf den Klimawandel
Obama und Romney hüllen sich in Schweigen bei einem der wichtigsten Themen der heutigen Zeit [mehr...]
Mittwoch, 26. Februar 2014, 11:50 Uhr
USA: Klimaschutz vor Gericht
BildDas Oberste Gericht der USA soll über den Plan der Umweltbehörde EPA zur CO2-Reduktion entscheiden [mehr...]
Donnerstag, 01. November 2012, 09:40 Uhr
Was Sandy uns lehrt
Sturm Sandy ruft auf tragische Weise in Erinnerung, dass extreme Wetterereignisse durch den Klimawandel zunehmen werden – und wirft ein grelles Schlaglicht auf das große Versäumnis von Obama und Romney, den Klimawandel nicht zum Thema ihres Wahlkampfes zu machen. Und wir in Deutschland?
Von Hermann Ott [mehr...]
Dienstag, 25. Juni 2013, 23:31 Uhr
"Ihr wollt es doch auch"
FotoDie USA wollen künftig eine Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel übernehmen. Das sagte US-Präsident Obama in einer Rede vor Studenten der Washingtoner Georgetown-Universität. Ein vorsichtiger Rückzug von der Keystone-XL-Pipeline war dabei, ein Bekenntnis zum Fracking und das Versprechen, mehr für einen internationalen Klimavertrag zu tun.
Von Susanne Ehlerding [mehr...]
Dienstag, 18. Februar 2014, 08:13 Uhr
"Massenvernichtungswaffe" Klimawandel
Vollbild-VorschauUS-Außenminister John Kerry mahnt zum Handeln gegen die globale Erwärmung [mehr...]
Sonntag, 10. Februar 2013, 13:57 Uhr
"Saubere Energie": Obama will konkret werden
Bei seiner "State of the Union"-Ansprache vor dem Kongress will der US-Präsident am Dienstag konkrete Vorschläge vorlegen [mehr...]
Montag, 26. Juli 2010, 15:02 Uhr
Die USA haben versagt
obama-unemploymentcompensation-whitehouseWährend die USA nicht in der Lage sind ein Klimagesetz zu verabschieden, will China einen Emissionshandel einführen. Das politische System der USA ist der Komplexität des Klimawandels nicht gewachsen. Ein Kommentar von Christian Mihatsch [mehr...]

Werbung

Bild
Serie

Das kommt auf Deutschland zu

Klimawandel auch bei uns: Die Temperaturen steigen, im Winter fallen mehr Niederschläge, die Sommer werden trockener. Hitzewellen treten häufiger auf. Extremwetter nehmen zu und werden stärker. Die Auswirkungen für Pflanzen, Tiere und Menschen sind erheblich. Was uns erwartet und was jetzt geschehen muss. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Kohlefinanzierung: Keine Tricks!

Endlich will die Bundesregierung aus der Finanzierung von klimaschädlichen Kohlekraftwerken in aller Welt aussteigen. Oder doch nicht: Was Deutschland vor der UNO in New York verkündet hat, ist in Wahrheit nicht mal ein halber Ausstieg. Gegen den PR-Trick macht jetzt ein Protestbrief öffentlich Druck. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Aktuell finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Warschau ermöglicht. [mehr...]

Werbung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Eurocities 2014 in München
BildDie großen Städte Europas spielen bei einer nachhaltigen Entwicklung, der Reduktion von Treibhausgasen und der Steigerung der Energieeffizienz eine immer bedeutendere Rolle. Vom 5. bis 8. November widmet sich die Eurocities-Jahreskonferenz in München diesem Thema. Die bayerische Landeshauptstadt will nicht nur ein guter Gastgeber der Konferenz sein, sonden auch viele innovative und beispielhafte Lösungen vorstellen. [mehr...]

Stahlbranche: Dünne Replik

Zuletzt hatten wir uns vor der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes – zum wiederholten Male – mit der Anti-EEG-Kampagne der Stahllobby befassen müssen. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl fühlte sich danach bemüßigt, auf ihrem eigenen Blog eine „Replik“ zu veröffentlichen. Diese beginnt so: Nun lernen wir[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Degrowth 2014 - Kongress der Wachstumskritiker
EEG 2014
 - Was sich für wen ändert
Grünes Geld
 - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Klimakonferenz-Specials

New York September 2014 - Der Ban-Ki-Moon-Gipfel
Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Kleinstaaterei beim Müll

Jedes Jahr fallen in der EU Milliarden Tonnen Müll an. Viel zu wenig davon wird recycelt. Eine neue Richtlinie soll das ändern. Die Umweltminister der EU berieten am heutigen Dienstag über den Entwurf – und fanden die Vorgaben zu ehrgeizig. Außerdem stimmte der Umweltministerrat sein Vorgehen für die Klimakonferenz in Lima ab.
Von Sandra Kirchner
[mehr...]
Energie

Bild
EU-Umweltminister legen Lima-Linie fest

Die EU-Umweltminister haben ihre Position für die Welt-Klimakonferenz in Lima Anfang Dezember festgelegt [mehr...]
Protest

Bild
Greenpeace besetzt SPD-Zentrale

Aktivisten protestieren auf dem Willy-Brandt-Haus in Berlin gegen die Kohlepolitik von Wirtschaftsminister Gabriel [mehr...]
Mobilität

Bild
Verkehr: Emissionshandel ist keine Lösung

Die Einbeziehung des Verkehrssektors in den Emissionshandel bringt kaum CO2-Reduktion, ergibt eine Studie [mehr...]
Umwelt

Bild
Mehr Öl im Golf von Mexiko

Bei der Explosion der Bohrplattform "Deepwater Horizon" 2010 ist mehr Öl ausgetreten als gedacht [mehr...]
Konsum

Bild
EuGH kippt Energiepreis-Vorschriften

Verbraucher müssen schon vor Preiserhöhungen für Strom und Gas über die Gründe informiert werden. Urteil gilt rückwirkend [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
Ausländermaut und Lederhose

Rund 500 Millionen Euro pro Jahr soll die Pkw-Maut dem Bund einbringen. Dazu verbreitete das Dobrindt-Ministerium am Donnerstag endlich einen Entwurf. Klar ist schon jetzt: An den grundlegenden Infrastruktur-Problemen wird die Maut nichts ändern.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte

Bild
Schwache Ziele heißt schwacher Klimavertrag

Die Staats- und Regierungschefs der EU entscheiden auf ihrem Gipfel in Brüssel nicht nur über ein neues europäisches Klimaziel. Vom Ausgang der Verhandlungen hängt in entscheidendem Maße auch die Zukunft des neuen Weltklimavertrages ab.
Ein Standpunkt von Juliette de Grandpré, Klimaexpertin beim WWF
[mehr...]
Rezension

Bild
Der Mensch als geologischer Agent

Kein anderes Lebewesen hat die Erde und das Klima stärker verändert als Homo sapiens. Forscher sprechen von einem neuen Erdzeitalter, dem Anthropozän. In einem mehrjährigen internationalen Projekt gingen Künstler und Wissenschaftler dem "Menschenzeitalter" auf den Grund. Die Ergebnissse sind jetzt in Berlin zu sehen.
Eine Ausstellungskritik von Sandra Kirchner
[mehr...]
Kolumnen

hack-groesser
Nachhilfe für die Türsteher

Trouble mit den Flüchtlingen? Leute, was soll dann erst werden, wenn sich in wenigen Jahren die Millionen von Klimaflüchtlingen zu uns auf den Weg machen!?
Eine Kolumne von Hermann Josef Hack
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Übles Drama um Klimaziele, Verkehrswende und russischer Treppenwitz

Kalenderwoche 43: Der EU-Beschluss zu den Klimazielen zeigt, dass die Politik in einer neoliberalen Blockade gefangen und unfähig zum Wandel ist. Daran werden auch der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und sein Team nichts ändern, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker, Ko-Vorsitzender der Endlagerkommission und Mitherausgeber von klimaretter.info. [mehr...]